Heidelberger Stückemarkt 2026: Nominierungen und Einladungen für Fayer Koch, Mareike Fallwickl, Sibylle Berg, Sarah Kilter und Elfriede Jelinek

Das Theater Heidelberg hat das Programm für den 43. Heidelberger Stückemarkt bekanntgegeben und wir freuen uns sehr über gleich sechs Nominierungen / Einladungen!

Heidelberger Stückemarkt 2026

«Herz-Emoji, Bizeps» von Fayer Koch | Nominiert für den Autor:innenpreis

«Das ebenso komische wie erschütternde Stück erzählt die Geschichte von Max, einem jungen Mann zwischen feministischer Überzeugung und der Sehnsucht nach traditioneller Männlichkeit. In digitalen Männerforen sucht er Halt, doch Selbstoptimierung verwandelt sich schnell in Zwänge, Scham und innere Konflikte. Fayer Koch zeigt mit großer sprachlicher Präzision wie digitale Männerforen diese Unsicherheiten in toxische Erzählungen verwandeln. Die Muster von NoFap über Incel-Subkulturen bis Red-Pill-Ideologien erscheinen als scheinbar einfache Antworten auf komplexe Verletzungen, die persönliche Krisen in politische Radikalisierungsräume verschieben und eine wachsende Gefahr für eine offene Gesellschaft darstellen.» (Aus der Jury-Begründung für den 1. Else-Lasker-Schüler-Stückepreis)

Hier geht es zum Stückportrait im Festivalportal von Nachtkritik


«Elisabeth» von Mareike Fallwickl | Einladung der Uraufführungsinszenierung
Burgtheater Wien, Regie: Fritzi Wartenberg 

«Ein überbordender Parforce-Ritt voll feministischer Wut und Wucht … Mareike Fallwickls Sisi ist eine zwiespältige und mehrfach gespaltene Frau zwischen Geschichte und Gegenwart, Mythos und Erkenntnis … Eine Geschichte wurde erzählt, und mit ihr viele; ein Körper kommentiert, und mit ihm viele; ein Mythos gehäutet.» (Nachtkritik)

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«Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.» von Sibylle Berg | Einladung der Uraufführungsinszenierung
Schauspiel Hannover, Regie: Lena Brasch 

«Der Text ist so etwas wie Near-Future-Gegenwartsarchäologie, die versucht, uns etwas, das vielleicht passieren könnte, als Ausgrabung aus unserer Gegenwart zu erzählen … Dabei versprüht der Text einiges an Wut, an Sarkasmus und Ironie, hetzt von Witz zu Ernst, von Andeutung zu Andeutung.» (Nachtkritik)
«Es ist nicht einfach, vom Krieg zu erzählen. Es ist nicht einfach, den Krieg auf die Bühne zu bringen. Aber es ist wichtig. Gerade jetzt.» (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

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«Mysteryland» von Sarah Kilter | Einladung der Uraufführungsinszenierung
Theater Aachen, Regie: Anne Habermehl

«Sarah Kilter hat ein Stück mit kunstvoll konstruierten Assoziationswelten über Migration geschrieben … Kilter bearbeitet den mühevollen Weg zur Selbstverständigung, die prekäre Identität der in Deutschland geborenen Migrantengeneration … Ihr Vorzug ist (dabei) ihre so humorvolle wie poetische Sprache.» (Nachtkritik)

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«T-Rex, bist du traurig? (Steht dein T für Tränen?)» von Fayer Koch | Einladung der Uraufführungsinszenierung
Theater der jungen Welt, Leipzig, Regie: Benedikt Grubel 

«Eine Familienkonstellation und unterschiedliche Strategien, mit Verlust klarzukommen, werden sichtbar. Trost entsteht erst, wenn alle ihre Trauer eingestehen … Die bunte Dino-Welt bietet mit Nagg eine Identifikationsfigur und die entsprechenden Gegenüber, um sich mit Verlustängsten, Verlusterfahrungen und den Möglichkeiten, einen Umgang damit zu finden, auseinanderzusetzen.» (Leipziger Volkszeitung)

T-Rex, bist du traurig? (Steht dein T für Tränen?) wurde mit dem Mülheimer KinderStückePreis 2025 ausgezeichnet.

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«Mein Schwanensee» von Christoph Marthaler, mit Texten von Elfriede Jelinek | Einladung der Uraufführungsinszenierung
Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Regie: Christoph Marthaler 

«Christoph Marthaler begegnet den Jelinekschen Spitzen mit feiner Ironie und stellt ihren Texten gewohnt viel Musik zur Seite, gibt ihnen aber auch Luft zum Atmen.» (NDR Kultur)
«Ein Abend voller Melancholie und verlorener Motive.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Der 43. Heidelberger Stückemarkt findet vom 24. April bis 3. Mai 2026 statt.