
© Philipp Striegler
Die Fische
Nach Ödön von Horváth «Jugend ohne Gott»
Neu Junges Theatervariabel, mind. 4 Darsteller:innen
15+
Die Zeiten haben sich geändert. Eine neue Regierung ist an der Macht, in den Klassenzimmern wirbt die Bundeswehr dafür, sich frühzeitig für den Kriegsdienst zu melden. Inmitten gesellschaftlichen Gegenwinds versucht «Frau Lehrer», ihren Schüler:innen Werte wie Mitmenschlichkeit, Empathie und Toleranz zu vermitteln – doch mit deren Realität hat das alles nicht viel zu tun. In einem Umfeld, das von ihnen maximale Anpassung verlangt, wirkt der Versuch ihrer Lehrerin, sie zum kritischen Denken und zum Widerspruch zu bewegen, bestenfalls naiv, schlimmstenfalls gefährlich.
Tina Müllers Überschreibung von Ödön von Horváths Jugend ohne Gott transportiert den Roman aus der frühen NS-Zeit in eine mögliche nahe deutsche Zukunft, in der autoritäre Kräfte bestimmen und Ideale, die früher als selbstverständlich galten, plötzlich einen Preis haben. Wie kann es gelingen, inmitten von Zukunftsangst, Repression und dem allgegenwärtigen Feiern von Stärke und Härte glaubhaft und verlässlich für die eigenen Werte einzustehen und die eigenen Schüler:innen nicht im Stich zu lassen?
Uraufführung
07.10.2026 Theater Strahl, Berlin (Regie: Max Radestock) / 24.01.2027 Theater Osnabrück (Regie: Sascha Flocken)
Gemeinsames Auftragswerk für Theater Strahl und Theater Osnabrück/Junges Theater Oskar
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