Mundtot

Mundtot

Neu
Besetzung

Besetzung variabel, mind. 4D

Sie stehen auf den Spielfeldern, sie setzen sich und ihre Körper aus – den Bällen, den Blicken von außen. Sie sind versehrt, außen und innen, und sie beginnen zu sprechen: von dem, was lange ungesagt blieb, von unsportlichen Berührungen, von Konkurrenz und Solidarität, von Leistungsdruck und Bewertungen, von sexualisierten Körpern in zu knappen Trikots.

Miriam Unterthiner lässt einen wütenden Handballerinnen-Chor antreten, der die bestehenden Zustände, die Missstände im (Spitzen-)Sport und die politische Dimension dahinter nicht länger hinnehmen will. Gemeinsam klagen sie an. 
«Mundtot verfolgt den ambitionierten Anspruch, Gewaltsysteme in ihren Strukturen erfahrbar zu machen und den Diskurs zu verschieben, indem Missstände nicht als Einzelfälle, sondern kollektiv zur Sprache kommen.» (Nachtkritik)
«In Mundtot gehen der Tatbestand des körperlichen Missbrauchs im Handballsport und eine rundum zerstückelte, amputierte Sprache Hand in Hand.» (Der Standard)
«Das Stück zeichnet komplexe Figuren, deren innere Konflikte zwischen Loyalität, Scham, Ehrgeiz und Angst präzise herausgearbeitet sind. Das Schweigen erscheint nicht als individuelle Schwäche, sondern als logische Konsequenz eines Systems, das Sanktionen für jene bereithält, die sprechen. Besonders stark sind die Momente, in denen das Nicht-Gesagte, das Abgebrochene, das stockende Wort mehr Gewicht erhalten als jede explizite Anklage.» (Kulturwoche)
«Ein starkes Stück, das nachklingt.» (Kronen Zeitung)

Uraufführung
16.01.2026 Schauspielhaus Wien (Regie: Christiane Pohle)

(Auftragswerk für das Schauspielhaus Wien)

Entstanden im Rahmen des Hans-Gratzer-Stipendiums

Ausgezeichnet mit dem Hans-Gratzer-Preis 2025

Spanisch

Die Aufführungsrechte für Amateur- und Schultheater stehen leider nicht zur Verfügung.