Neu bei Rowohlt: Miriam Unterthiner

Seit Herbst 2026 ist Miriam Unterthiner neu im Rowohlt Theater Verlag – wir freuen uns, sie und ihre Stücke an dieser Stelle vorzustellen.

Miriam Unterthiner (c) Anna Sommerfeld
© Anna Sommerfeld

Miriam Unterthiner ist ein Rising Star der jungen Dramatik.

(Der Standard)

Miriam Unterthiner, geboren 1994 in Italien, studierte Philosophie, Germanistik, Deutsche Philologie sowie Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihr Abschlussstück Blutbrot wurde 2024 mit dem Literaturpreis der Universität Innsbruck, 2025 mit dem Kleist-Förderpreis für neue Dramatik und dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreis prämiert und war 2026 für den Nachspielpreis des Heidelberger Stückemarkts nominiert. Ihr Kinderstück Oma fliegt zum Mars wurde im Rahmen des Retzhofer Dramapreises für junges Publikum 2025 lobend erwähnt und für das «Nah dran!»-Stipendium 2025 ausgewählt.

Ihre Stücke Blutbrot und Vaterzunge werden vom Henschel Schauspiel Verlag vertreten. 

In dem Vermögen der Sprache, eine dem Thema korrespondierende Form zu geben, zeigt sich die überragende Begabung von Miriam Unterthiner. 

(Die Furche)

Mundtot


In meinen Knochen seine Worte. Ich will. Muss. Stark. Muss. Besser. Muss. Das hier. Muss. Weiter. Muss. Ich kann nicht.

Sie stehen auf den Spielfeldern, sie setzen sich und ihre Körper aus – den Bällen, den Blicken von außen. Sie sind versehrt, außen und innen, und sie beginnen zu sprechen: von dem, was lange ungesagt blieb, von unsportlichen Berührungen, von Konkurrenz und Solidarität, von Leistungsdruck und Bewertungen, von sexualisierten Körpern in zu knappen Trikots. 

Miriam Unterthiner lässt einen wütenden Handballerinnen-Chor antreten, der die bestehenden Zustände, die Missstände im (Spitzen-)Sport und die politische Dimension dahinter nicht länger hinnehmen will. Gemeinsam klagen sie an: «Ein starkes Stück, das nachklingt.» (Kronen Zeitung)

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Oma fliegt zum Mars


Ein kleiner Schritt für eine Frau, ein großer Sprung für die Menschheit.

Zwei Frauen, eine Mission: Oma und ihre Enkelin, die Entdeckerin, wollen als erste Kosmoastronautinnen auf dem Mars landen. Die Zeiten sind schließlich vorbei, in denen alle nur von den Männern sprechen, die Raumfahrtgeschichte geschrieben haben, und nicht von den Wissenschaftlerinnen und Astronautinnen, die daran ebenso beteiligt waren. Also trainieren die beiden jeden Tag für ihre Marsmission, nur Oma schwächelt in letzter Zeit immer öfter. Aber ohne Oma kann doch eine Entdeckerin nicht auf den Mars fliegen!

Miriam Unterthiner erzählt von Abschied und Verlust, von intergalaktischen Abenteuern, von der Kraft starker (weiblicher) Vorbilder und von nicht weniger als der ganzen Welt, die Mädchen offensteht, die sich mit kleinen Träumen nicht zufriedengeben – zart, empowernd und Mut machend.

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