Amsterdam

Amsterdam

Aus dem Hebräischen von Matthias Naumann

Besetzung

variabel

Als eines Tages der Postbote eine Rechnung bei einer jungen Frau abgibt, verändert sich binnen Sekunden ihre Welt. Denn sie, als Israelin in Amsterdam wohnend, wird aufgefordert, eine Gasrechnung zu begleichen, die seit 1944 auf ihre Wohnung läuft. Bei dem Versuch, der Geschichte dieses Dokuments auf die Spur zu kommen, wird sie unversehens mit Fragen nicht nur nach ihrer eigenen Identität, Herkunft und Position in der Gesellschaft konfrontiert, sondern auch mit der Aufarbeitung der NS-Zeit in ihrer unmittelbaren Gegenwart.

Maya Arad Yasur folgt der Auflösung der mysteriösen Rechnung nicht linear, es sind viele Stimmen, die die Protagonistin vorantreiben, die gleichermaßen vertuschen und entdecken, was geschehen ist oder sein könnte. Es ist «ein Sprechen, das zwar in Einzelstimmen aufsplittert, die sich Satz für Satz gegenseitig korrigierend, widersprechend in Schwingung halten, aber sich genau darin auch einer einzigen Erzählrichtung nähern» (Berliner Zeitung). Denn der ursprüngliche «Krimi» verdreht sich bald in ein Spiel um die Hoheit der Geschichtschreibung und das in einer Sprache «voller Poesie und Musikalität» (Weltexpress). «Maya Arad Yasur gelingt es, die Spannung des Stücks mit humorvollen Elementen und der Aufarbeitung von Geschichte zusammenzubringen. Dabei zeigt sie uns eindrücklich, wie schnell eine vermeintlich offene Gesellschaft an ihre Grenzen stößt.» (Aus der Jury-Begründung des Stückemarktpreises des Berliner Theatertreffens 2018).

Uraufführung
25.07.2018 Theater Haifa (Regie: Mor Frank)

Deutschsprachige Erstaufführung
27.01.2019 Münchner Volkstheater (Regie: Sapir Heller)

Stückemarktpreis des Berliner Theatertreffens 2018

Die Aufführungsrechte für Amateur- und Schultheater stehen leider nicht zur Verfügung

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