«Was wie eine leichte Boulevard-Komödie beginnt, wird immer mehr zum Thriller. Moritz Rinke verwebt den Pygmalion-Stoff mit Elementen von Blade Runner und beklemmender Realität … (Die KI) Sophia wird rasant selbständiger, ahmt die Menschen nach, zeigt Emotionen. Je ähnlicher sie den Menschen wird, umso mehr sehen sie in ihr eine Bedrohung … Am Ende bleibt ein mulmiges Gefühl. Ein idealer Schluss für eine Komödie, die den Umgang mit der KI seines Vertrauens überdenken lässt. Das Publikum jubelte zu Recht.» (Kurier)
«KI-Companions, Chatbots, romantische Videospiele mit virtuellen Agenten zeigen, dass die künstliche Intelligenz längst als emotionale Projektionsfläche dient. Beziehungen, die einst Menschen vorbehalten waren, verlagern sich auf Bildschirme. Moritz Rinkes Stück überträgt diese Entwicklung in die physische Präsenz eines Roboters.» (Die Presse)
«Sophia denkt zunächst abstrakt, ohne viel Gefühl für die Situation, sie arbeitet Vokabelwissen ab, ohne Begriff. Allmählich wird sie ihren Mitintelligenzen aber ähnlicher, nicht weil sie klüger würde, sondern weil sie sich anmutiger bewegt und ein Gehör für Zwischentöne entwickelt. Genauer: ein Gehör für Zwischentöne simuliert und einen erweiterten Sinn für eigene Handlungsmöglichkeiten beweist … Das Stück hält die autonome Maschine für denkbar, zögert aber, sie als eine Art zweiter Schöpfung für wünschbar zu halten, weil sie in allem viel besser ist als die Menschen – und weil sie keinen Reset-Knopf hat.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
«Eigentlich klingt es wie eine Episode Black Mirror. Doch statt mit trockener Science-Fiction verarbeitet Sophia oder Das Ende der Humanisten die Schattenseiten moderner Technik mit Situationskomik im Wohnzimmer.» (Salzburger Nachrichten)
«Die selbstermächtigte künstliche Intelligenz wird zum Pandämonium. Schleichend zuerst. Ein Gespräch ‹von Frau zu Frau› führt nicht nur zu einem erotisch aufgeladenen Tangotanz. Es wird auch das intellektuelle Ungleichgewicht merkbar. Die Menschen halten mit der KI-Konkurrenz nicht mehr mit. Die spielt einfach besser auch auf der Klaviatur der Gefühle.» (Nachtkritik)
Moritz Rinkes «Sophia oder Das Ende der Humanisten» uraufgeführt
Am 26.02.2026 war im Theater in der Josefstadt, Wien, die Uraufführung von Moritz Rinkes neuem Stück «Sophia oder Das Ende der Humanisten» (Regie: Amélie Niermeyer). Am 15.03.2026 folgt die Deutsche Erstaufführung am Renaissance-Theater Berlin (Regie: Guntbert Warns); weitere Produktionen in der Spielzeit 2026/27 sind in Vorbereitung.

Wir leben in einer Welt der Unbewussten, da fällt ein künstliches Bewusstsein gar nicht mehr auf. Vom moralischen Standpunkt aus betrachtet, ist es heutzutage egal, ob jemand biologische Neuronen im Kopf hat oder welche aus Silizium … Wir stehen an einer Gabelung der Menschheitsgeschichte.