
© Lev Gonopolskiy
Don Karlos (A New Morning)
Nach und mit Friedrich Schiller
2D / 4H
Es rumort an den Außengrenzen des spanischen Königreichs, und auch im Inneren brodeln die Konflikte: Vermeintlich unvereinbar stehen sich die Generationen und politischen Systeme gegenüber, Sohn gegen Vater, Religion gegen Vernunft, Alt gegen Neu. Die Angst vor dem Machtverlust auf der einen, die Sorge um die Zukunft einer ganzen Gesellschaft auf der anderen Seite, Gefühle, die nicht sein dürfen, aufrührerische Ideen und ein komplexes Netz aus Geheimnissen und Intrigen drohen den Hof in seinen Grundfesten zu erschüttern.
Changierend zwischen Politthriller und Familiendrama, Kammerspiel und Welttheater, Soap und Suspense, schlägt Felix Krakau die Bögen von Schillers Ideen vom Umsturz, den Fragen nach der Verantwortung des eigenen Handelns zu den Folgen von privater Verlorenheit in Zeiten politischer Umbrüche.
«Krakau hat sich einen Namen mit Fort- und Überschreibungen von Klassikern gemacht. Ohne das Original aus dem Blick zu lassen, überträgt er die Gedanken von Schiller in die Gegenwart.» (WDR)
«In seiner Bearbeitung wird der spanische Hof zu einer Übergangsgesellschaft, die sich mitten in einer Zeitenwende befindet und damit auf unsere gegenwärtige Welt gemünzt ist.» (Nachtkritik)
«Felix Krakau hat Schillers schier endloses dramatisches Gedicht überschrieben: etwas Neues, im besten Sinne Gegenwärtiges geschaffen … Das Persönliche ist hier immer politisch, und das Politische stets persönlich … (Krakaus Zeilen) treffen ins Herz der Gegenwart.» (General-Anzeiger Bonn)
Uraufführung
20.03.2026 Theater Bonn (Regie: Felix Krakau)
Auftragswerk für das Theater Bonn
Die Aufführungsrechte für Amateur- und Schultheater stehen leider nicht zur Verfügung.
