Politthriller im Versmaß: «Don Karlos (A New Morning)» von Felix Krakau uraufgeführt

Am 20. März 2026 war die Uraufführung von «Don Karlos (A New Morning)» am Theater Bonn (Text | Regie: Felix Krakau): «Eine spannende, gegenwartsnahe, gleichzeitig werkgetreue Aneignung von Schillers ‹Don Karlos›» (General-Anzeiger Bonn).

Szenenfoto (c) Matthias Jung
© Matthias Jung

Die Welt
sie zittert
wie ich es noch nie erlebt habe

«Don Karlos (A New Morning)» von Felix Krakau

«Felix Krakau hat sich einen Namen mit Fort- und Überschreibungen von Klassikern gemacht. Ohne das Original aus dem Blick zu lassen, überträgt er (in Don Karlos (A New Morning)) die Gedanken von Schiller in die Gegenwart und versucht eine Ahnung davon zu bekommen, wie die Gesellschaft aussehen könnte, die kommen wird. Wer scheitert hier an welchen Idealen und brauchen wir einen gesellschaftlichen Umsturz? Was bedeutet die beschworene ‹aufklärerische Gedankenfreiheit› heute noch?» (WDR)

«Krakau hat Schillers schier endloses dramatisches Gedicht überschrieben: etwas Neues, im besten Sinne Gegenwärtiges geschaffen … Es ist faszinierend zu sehen, wie sich alle Facetten der Vorlage organisch durchdringen. Das Persönliche ist hier immer politisch, und das Politische stets persönlich. Der im Stück enthaltene Generationenkonflikt behauptet seine zeitlose Aktualität. Und Zeilen wie ‹die Menschen auf den Straßen / in den Häusern / unter den Bettdecken / im Versteck / im toten Winkel / sie alle wollen Veränderung / wollen erlöst werden / sie haben genug von Tyrannei / und Willkür› berühren. Sie treffen ins Herz der Gegenwart.» (General-Anzeiger Bonn)

«In Krakaus Bearbeitung wird der spanische Hof zu einer Übergangsgesellschaft, die sich mitten in einer Zeitenwende befindet und damit auf unsere gegenwärtige Welt gemünzt ist.» (Nachtkritik)

«Felix Krakau verzichtet auf Anspielungen auf Persönlichkeiten der Gegenwart. Er muss uns nicht unter die Nase reiben, dass es auch heute Machtmissbrauch, Unterdrückung und Grausamkeit auf der einen, und Freiheitsdrang auf der anderen Seite gibt. Seine Bearbeitung ist heutig und zugleich zeitlos.» (Kultura Extra)

Uraufführung
20.03.2026 Theater Bonn (Regie: Felix Krakau)

Auftragswerk für das Theater Bonn
 

Hier und heute
scheint sich etwas zu verschieben
scheint sich etwas zu ereignen
das vielleicht
nicht mehr zu fixen ist

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