Kein & Aber Bühnenstoffe

Seit Herbst 2024 vertritt der Rowohlt Theater Verlag exklusiv die Bühnenrechte des Kein & Aber Verlags. Mit dieser neuen Kooperation setzen die Verlage ihre bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Romane wie Der Trafikant von Robert Seethaler oder Dekalog von Krzysztof Kieślowski / Krzysztof Piesiewicz sind bereits fest im Programm des Rowohlt Theater Verlags verankert und wurden vielfach im deutschsprachigen Raum inszeniert. Franziska Gänsler, Sven Pfizenmaier und Anton Weil sind drei der «Neuzugänge», die wir hier ausführlicher vorstellen möchten. 

Aktuelle Bühnenstoffe (Auswahl)

Nora Osagiobare: «Daily Soap»

Nicht nur der alltägliche Rassismus, den Toni aufgrund ihrer Hautfarbe erfährt, macht ihr zu schaffen, sondern auch die fragwürdigen Leidenschaften ihrer Familie für Versicherungspolicen, Affären, Scam-Mails und Gartenzäune. Nur wenn Toni ihre Daily Soap schaut, kann sie kurz abschalten. Bis irgendwann nicht einmal das mehr geht. Derweil ist das Familienunternehmen Banal & Bodeca einem heftigen Shitstorm ausgesetzt. Um den Vorwurf des Rassismus zu entkräften, möchte es eine Reality-Show mit Schwarzen Darstellern produzieren lassen. Als sich die Wege der beiden Familien kreuzen, kommt es zu ungeahnten Verstrickungen.

«Ein überraschendes, satirisch-witziges Debüt über Alltagsrassismus, Privilegien und sexuelle Anziehung. Nora Osagiobare schreibt so lässig wie furchtlos über Herkunftshürden und gescheiterte Beziehungen.» (emotion)

Uraufführung: frei

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Jonas Theresia: «Toyboy»

Escort, Camshows, Pornos: Levin macht seinen Körper zu Geld, etwas anderes hat er nie gelernt. Eigentlich wollte er in Los Angeles Model werden, doch seine Karriere bewegt sich nun, da er wieder zu Hause ist, in eine andere Richtung. Levins privates Umfeld ist angesichts seiner Entscheidungen verärgert, vor allem sein Bruder Gregor. Der ist den ganzen Tag online, befehligt virtuelle Soldaten und kämpft gleichzeitig gegen die eigenen Dämonen, dabei waren die beiden sich früher so nah. Levin setzt nochmals alles aufs Spiel: Ein waghalsiger Plan soll das Vertrauen seines Bruders zurückgewinnen, bringt jedoch am Ende alle in große Gefahr.

«Zwei Brüder, ein Problem: Wie kann ich sie überwinden, die Grenze meines Körpers? Und was lauert auf der anderen Seite? Toyboy surft auf Oberflächen, die sich als Klingen entpuppen – funkelnd und bedrohlich.» (Enis Maci)

Uraufführung: frei

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«Draußen feiern die Leute» von Sven Pfizenmaier

Ein ganz normales Dorf in Deutschland: in der Mitte ein Kreisel, daneben die Volksbank und im September das jährliche Zwiebelfest. Aber nicht alle hier können sich dem Dorfgefüge anpassen – Timo, Valerie und Richard sind seit ihrer Geburt Außenseiter. Als bald immer mehr junge Leute im ganzen Land spurlos verschwinden und in den Familien große Lücken hinterlassen, machen sie sich auf die Suche nach den Vermissten. Das Leben der drei ist schon immer besonders gewesen, doch sie haben keine Vorstellung davon, was sie mit ihrer Suche lostreten.

«Was wie ein gewöhnlicher Krimiplot beginnt, mündet in einer schrillen, humorvollen und angenehm überzeichneten Erzählung vom Leben in der Provinz.» (ZDF aspekte)
«Es gibt wieder einen coolen, deutschen Dorfroman.» (ZEIT online)

Uraufführung: 23.01.2025 Theater Bremen (Regie: Viktor Lamert)

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«Super einsam» von Anton Weil

Anton Weil erzählt in Super einsam von Vereinzelung, Sexualität und Liebe, von Trauer und Aufbruch. Ein Feuerwerk des Erzählens, immer kurz davor, alles in die Luft zu sprengen, ein bunter Zirkus an Lügen und falschen Fährten, eine wilde Irrfahrt durch die Psyche einer ganzen Generation, ein hoffnungsvolles Aufbrechen und eine Liebeserklärung an das echte Leben.

«Ein rasanter Ritt am Abgrund. Wie erbarmungslos tief das geht, bekommt man erst mit, wenn man bereits mitabgestürzt ist.» (Mithu Sanyal)
«Weil beschreibt den Sound der Gegenwart … (und) geht an die Urquelle des Schmerzes … Ein ganz berührendes Abschiedsbuch.» (Deutschlandfunk Kultur)
«Seit Sven Regener hat keiner mehr so gute Kneipen-Szenen geschrieben.» (Tom Schilling)

Uraufführung: frei

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