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«Tödliche Energie» - «Die Antwort auf alles» von Neil LaBute uraufgeführt

Am 11.09.2021 wurde Neil LaButes neues Stück «Die Antwort auf alles» am Staatstheater Augsburg uraufgeführt (Regie: Maik Priebe).

Autorenfoto Neil LaBute
© Aaron Eckhart

Neil LaBute, Spezialist für menschliche Abgründe, entwirft in Die Antwort auf alles vor dem Hintergrund der #metoo-Debatte ein finsteres Kammerspiel über moralische Verantwortung, Verrat und Verbrechen – und über drei starke Frauen, die bereit sind, alles zu riskieren, um sich endgültig von ihrer Opferrolle zu befreien.

«Die psychologischen Untiefen der Figuren werden ausgelotet, dazu stehen Gerechtigkeitsfragen im Raum und gleichzeitig wird die MeToo-Debatte auf die Spitze getrieben und über ein paar Anleihen von B-Movies, die das Rachemotiv durchdeklinieren, darf man sich auch freuen … Dass das keine Freundschaft ist, die die Frauen antreibt, merkt man schnell. Das sind Verletzte, Versehrte, deren Vertrauen so nachhaltig missbraucht wurde, dass sie Nähe nicht mehr zulassen können. Neil LaBute zeigt, dass die drei Frauen auch drei Rachegöttinnen auf High Heels sein könnten.» (Augsburger Allgemeine)

«Etwa 100 Minuten dauert das grandiose Zusammenspiel der drei Frauen … Die Diskussionen um Schuld und Sühne, Sexismus und Abwehr, Gerechtigkeit und Selbstjustiz sind niemals plakativ. Standpunkte werden ausgetauscht, es wird auch emotional, gleitet aber nicht ins Beliebige, Behäbige ab.» (Die Augsburger Zeitung)

«LaBute spielt mit Elementen der großen Tragödien … Was als Zickenkrieg beginnt, wird schnell zu etwas Gefährlicherem, Böserem, Unaufhaltsamen. Zu tödlicher Energie.» (Donaukurier)

Dieses Schauspiel ist intensiv, verstörend.

(A3 Kultur)

LaBute

Neil LaBute

Neil LaBute, geboren 1963 in Detroit und aufgewachsen in der Nähe von Spokane, studierte Film- und Theaterwissenschaft an der Brigham Young University in Provo/Utah, an der University of Kansas und an der New York University, wo er am Graduate Dramatic Writing Program teilnahm. Während dieser Zeit erhielt er ein Aufenthaltsstipendium am Londoner Royal Court Theatre und besuchte außerdem das Sundance Institute's Writing Lab. Erste Theaterstücke von ihm hatten am Off-Broadway Premiere. Bekannt wurde er mit Filmen wie in the company of men (1997 beim Sundance Film Festival als Bester Film prämiert sowie bei den New York Film Critics Award als Bester Debütfilm ausgezeichnet), Your Friends & Neighbors (1998), Nurse Betty (der 2000 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für das Beste Drehbuch erhielt) oder Besessen (2002). bash - stücke der letzten tage wurde 2001 in der Kritikerumfrage von Theater heute zum besten ausländischen Stück des Jahres gewählt.

Die Antwort auf alles

Ein dunkles Geheimnis verbindet Paige, Carmen und Cindy: Sie wollen Rache nehmen an den Männern, von denen sie in der Vergangenheit sexuell belästigt wurden. Jede der Frauen wird einen von ihnen umbringen. Weil es keine gemeinsamen Bekannten gibt, ist es das perfekte Verbrechen – niemand wird die drei verdächtigen, etwas mit den Morden zu tun zu haben. Sie haben sich wasserdichte Alibis für einander ausgedacht, nun müssen sie nur noch geschickt vorgehen und den Plan in die Tat umsetzen.

Monate später bestellt Cindy Carmen und Paige ohne Angabe von Gründen in ein luxuriöses Hotelzimmer und verstößt damit gegen die klare Regel: kein persönlicher Kontakt, keine gemeinsamen Spuren. Warum sollte sie dieses Risiko eingehen? Erst nach zahlreichen Ausflüchten kommen sie der Wahrheit näher: Cindy quälen mit einem Mal moralische Skrupel, sie behauptet, sich alles nur ausgedacht zu haben, ihr sei nie etwas zugestoßen. Nachdem Carmen und Paige ihren Teil der Abmachung bereits eingelöst haben, sind sie nicht ohne Weiteres bereit, Cindy einfach so gehen zu lassen, denn für die beiden gibt es längst kein Zurück mehr.

Neil LaBute, Spezialist für menschliche Abgründe, entwirft vor dem Hintergrund der #metoo-Debatte ein finsteres Kammerspiel über moralische Verantwortung, Verrat und Verbrechen – und über drei starke Frauen, die bereit sind, alles zu riskieren, um sich endgültig von ihrer Opferrolle zu befreien.

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