Aus insgesamt 137 Einreichungen wählte die Fachjury Seegefecht bei Helgoland als Gewinnerstück aus: «Michel Decar ist mit Seegefecht bei Helgoland eine gleichermaßen witzige wie politisch relevante und formal innovative Komödie gelungen. Sprachlich kunstvoll ausgearbeitet, fängt der Text die Perspektiven unterschiedlicher Generationen auf eine von Krieg und Gewalt geprägte Gegenwart ein. Besonders überzeugt hat die Jury die Originalität des Sujets, das zugleich Herausforderung und Geschenk für Regie und Spielende ist. Decar reflektiert über die Frage, wie sich Krieg im Theater repräsentieren lässt – und damit über das gesellschaftliche Potential der Kunstform selbst. Er knüpft damit beispielhaft an die politisch engagierte Dramatik Jura Soyfers an und verliert bei aller Ernsthaftigkeit in keiner Sekunde den Humor.» (Jury-Begründung)
Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird von der Edith und Werner Rieder Stiftung gefördert. Neben Michel Decar erreichten Svenja Viola Bungarten, Teresa Dopler, Steffen Link und Theresia Walser das Finale. Die Jury bestand aus Nora Abdel-Maksoud (Dramatikerin & Regisseurin), Margarete Affenzeller (Kritikerin, Der Standard), Karin Henkel (Regisseurin), Pia Hierzegger (Schauspielerin & Autorin) und Tobias Schuster (Leitender Dramaturg, Volkstheater).
Die Uraufführung findet in der Spielzeit 2027/28 am Volkstheater Wien statt.
Ausgezeichnet: Michel Decar erhält den 1. Jura Soyfer Preis
Das Volkstheater Wien vergibt den 1. Jura Soyfer Preis an Michel Decar und sein Stück «Seegefecht bei Helgoland». Herzlichen Glückwunsch!
