Torschusspanik
Torschusspanik

Torschusspanik

Intime Einsichten in die Reproduktionskrise

English
Besetzung

variabel, mindestens 2D / 1H

Die Deutschen sterben aus. Und nicht nur sie: Italiener, Schweizer, Ungarn – ganz Europa leidet unter Schwund. Schuldige für die allgemeine Kinderlosigkeit sind leicht gefunden: Feministinnen zum Beispiel, die den Frauen ihren naturgegebenen Platz am heimischen Herd madig gemacht haben. Oder egoistische Karrieristinnen, die lieber Geld verdienen als sich um den Nachwuchs kümmern wollen. Oder aber, von anderer Warte aus betrachtet, unerschwingliche Kinderbetreuung, wirtschaftliche Unsicherheit und unflexible Arbeitszeiten. Abseits der Schlagworte sieht die gesellschaftliche Realität zwischen Kinderwunsch und -wirklichkeit allerdings erheblich komplexer aus. Mirjam Neidhart hat Interviews geführt mit Menschen, die nie Kinder wollten, immer von Kindern träumten, Kinder verloren haben, Eltern sind, berufstätig sind, allein, zu zweit oder zu dritt Kinder großziehen. Diese „intimen Einsichten in die Reproduktionskrise“ versammeln Szenen von grotesker Logik, Momente großer Traurigkeit und Zeugnisse verzweifelter Versuche zu einer facettenreichen Bestandsaufnahme der „Generation Gebärfähig“.


Der Film zum Stück

Der Dokumentarfilm Die Reproduktionskrise (Regie: Gereon Wetzel und Jörg Adolph) zur Entstehung und Uraufführung von Torschusspanik hatte 2008 beim Filmfest München Premiere.

Uraufführung
15.02.2007 Thalia Theater Hamburg (Regie: Simone Blattner)

Weitere Erstaufführungen
Spanische Erstaufführung: Dramaturgie-Festival Chile 23.8. - 4. 9. in Santiago de Chile und 8. und 9. September 2008 im Goethe-Institut Buenos Aires, Argentinien (Übersetzung: Sven Olsson / Pola Iriarte)

Französisch

Russisch

Spanisch

Dieses Stück ist für Amateuraufführungen freigegeben. Eine Leseprobe, Aufführungsmaterial sowie Informationen zu den Aufführungsrechten erhalten Sie beim Deutschen Theaterverlag.