Rage
Rage

Rage

(Rage)

Deutsch von Barbara Christ

Besetzung

variabel

Feierlaune schlägt um in Aggression: Ausgehend von einer Bilderserie, die der Fotograf Joel Goodman in der Silvesternacht 2015/16 an einer zentralen Kreuzung in Manchester gemacht hat, zeigt Simon Stephens den Querschnitt einer multikulturellen Gesellschaft, wie man ihn aus jeder europäischen Metropole kennt. Während der Countdown für das neue Jahr läuft, beobachtet er Gewalt von und gegen Polizisten, allgegenwärtigen Rassismus, er belauscht Heiratsanträge und gewalttätige Streitereien, folgt randalierenden Betrunkenen, enthemmten Partygängern und Passanten, die einfach nur auf dem Heimweg sind. Rage, das für das Thalia Theater Hamburg als eine Art Echo auf Elfriede Jelineks Wut entstand, setzt sich kaleidoskopisch aus lauter Vignetten zusammen, Schnappschüssen, die manchmal erschütternd banal, manchmal bizarr und schockierend sind. Das singuläre Ereignis steht neben wiederkehrenden Motiven, die sich zu Geschichten verbinden – und zum Vexierbild unserer Gegenwart, die zwischen Abgeklärtheit und Paranoia, Panik und Hedonismus schwankt.

Uraufführung
16.06.2016 Thalia Theater Hamburg (Regie: Sebastian Nübling)

Die Aufführungsrechte für Amateur- und Schultheater stehen leider nicht zur Verfügung.