Marie-Antoinette

Marie-Antoinette

oder Kuchen für alle!

Durchgesehen und ergänzt von Leonhard Koppelmann

English
Besetzung

2D / 2H

In Paris herrscht Revolution, im Palast von Versailles hingegen Ratlosigkeit. Während draußen das Volk wütend demonstriert, warten drinnen Marie-Antoinette und ihr Mann, König Ludwig XVI., seit nunmehr 15 Jahren auf ihre Hinrichtung. Die Sache zieht sich irgendwie. Es gibt bürokratische Hürden, Zank in der neuen Regierung und vor allem massive Machtkämpfe unter den Anführern des Aufstands, die sich lieber erst mal gegenseitig umbringen. Inzwischen ist Ludwig sogar so weit, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen: Er hat für sich und seine Frau eine von diesen neumodischen Guillotinen gebastelt, die allerdings noch ein paar Konstruktionsfehler hat und aus Versehen Leichen produziert, die definitiv nicht vorgesehen waren. Gleichzeitig kocht die Halsbandaffäre wieder hoch – eine uralte Intrige, bei der keiner mehr durchschaut, wer da eigentlich wen warum ans Messer liefern wollte. Und was will dieser Wicht Napoleon, der mit einem Mal im Schloss auftaucht und seine ganz eigene Agenda zu verfolgen scheint?

Angesiedelt zwischen Monty Python und Quentin Tarantino, zwischen Slapstick, sophisticated Screwball-Komödie und opulentem Historiendrama à la Alexandre Dumas, hat Peter Jordan eine todernst-turbulente Komödie geschrieben, die Altbekanntes noch einmal völlig neu beleuchtet und bitterböse Zeitpfeile in unsere Gegenwart schießt. Nicht zuletzt ist Marie-Antoinette ein Fest für vier Schauspielerinnen und Schauspieler, die in rasantem Tempo Haltungen und Identitäten wechseln.

«Marie-Antoinette ist kein Krachboulevard … der Humor ist viel feiner, ironischer, auch böser, wenn unsere heutigen Werte von der saturiert-verkommenen Elite von einst in Frage gestellt werden.» (Berliner Morgenpost)
«Theater wie bei Quentin Tarantino … Drückende Schulden, krude Verschwörungstheorien und die unerbittliche Logik der Macht: Marie-Antoinette zeigt, wie man Gegenwartstheater mit historischen Kostümen für ein breites Publikum machen kann, ohne auf Unterhaltung zu verzichten.» (Die Welt)

Uraufführung
30.10.2022 Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater, Berlin (Regie: Peter Jordan und Leonhard Koppelmann)

Die Aufführungsrechte für Amateur- und Schultheater stehen leider nicht zur Verfügung.

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