Familiengeschäfte

Familiengeschäfte

(A Small Family Business)

Besetzung

6D / 7H

Der integre Geschäftsmann Jack McCracken übernimmt von seinem Schwiegervater Ken die Leitung des Familienunternehmens. In seiner Antrittsrede plädiert Jack leidenschaftlich für Werte wie ehrliche Arbeit, Vertrauen und Aufrichtigkeit. Doch die Ideale geraten rasch ins Wanken, als seine jüngste Tochter Samantha beim Ladendiebstahl erwischt wird und Jack sich mit dem korrupten Privatermittler Benedict Hough konfrontiert sieht. Bei dem Versuch, eine Strafanzeige abzuwenden, entdeckt Jack, dass fast seine gesamte Familie in illegale Machenschaften verstrickt ist. Sein Bruder Cliff, dessen Frau Anita sowie sein Schwager Desmond hinterziehen Firmengelder, verkaufen Firmenmöbel unter falschem Namen oder arbeiten mit der italienischen Rivetti-Mafia zusammen. Sogar Jacks Frau Poppy rechtfertigt kleine Betrügereien als Notwendigkeit. Als der Ermittler Hough die Familie erpressen will und schließlich im Haus auftaucht, kommt es zum Handgemenge mit tödlichem Ausgang, sodass Jack nicht nur mit seinen Prinzipien kämpfen muss, sondern auch vor der Aufgabe steht, eine Leiche unauffällig zu entsorgen …


«Nie hat Ayckbourn klarer gemacht, um was es geht in der Menschlichen Komödie der Wolfsgesellschaft ... Das Geschäft der Welt dreht sich um Sex und Mammon. Das dritte, die Macht, wollen nur wenige, Nummer eins und zwei aber so ziemlich alle. An dieser Erkenntnis zerbricht hier beim Familiengeschäft der letzte Schein von Moral, zerbrechen auch die älteren Werte - einer englischen (und jeder anderen) Durchschnittsfamilie von heute.» (Theater heute)

Uraufführung
21.05.1987 Stephen Joseph Theatre, Scarborough (Regie: Alan Ayckbourn)

Deutschsprachige Erstaufführung
02.03.1988 Staatstheater Stuttgart (Regie: Dieter Giesing)

Dieses Stück ist für Amateuraufführungen freigegeben. Eine Leseprobe, Aufführungsmaterial sowie Informationen zu den Aufführungsrechten erhalten Sie beim Deutschen Theaterverlag.