Andante

Andante

(Andante)

Neu

Deutsch von Jana Hallberg

English
Besetzung

3D / 4H

Die Zeit läuft nicht mehr geradeaus. Im Aufenthaltsraum eines Altenheims driften fünf Menschen zwischen Wachen und Traum, Gegenwart und Erinnerung. Ab und zu kommt Besuch. Manchmal schweigen sie, manchmal sprechen sie vor sich hin oder miteinander, sie missverstehen sich, sind fürsorglich oder geraten in Streit, bevor sie wieder in ihre eigene Welt abtauchen. Lars Norén zeigt das Altern als nahezu halluzinatorischen Raum, in dem sich das Bewusstsein an halb vergessene Fetzen von Identität, schwer zu fassende Erinnerungen und an Reste von Liebe oder Schuld klammert. Dabei entstehen immer wieder skurrile und auch hochkomische Momente: Das halb luzide Miteinander, die zerbrechliche Logik und der beharrliche Eigensinn der Alten hat Anklänge an Warten auf Godot – nur ist Godot hier der Tod, und sein Kommen ist unausweichlich.


«Was lässt sich verstehen, welcher Dialog ist möglich, wenn die Regeln der Kommunikation verschwinden? … Noréns dramatischer Fokus auf das, was geschieht, wenn nichts geschieht, hat möglicherweise hier sein finales Ziel gefunden.» (Aftonbladet)
«Auf Noréns rührend-brutale Art ist das Stück auch sehr witzig, und sowohl der Humor als auch die Düsternis treten roh und unverhüllt zutage … Diese älteren Menschen sind kein bisschen geläutert, lustig oder sentimental. Hier ist es hart, alt zu werden – der Verstand schwindet, die Erinnerungen zerfallen in kleine, scharfe Bruchstücke … In Andante zieht Lars Norén den Hut vor dem alten Meister [Beckett] – mit derselben Dunkelheit, die auf das Licht verweist.» (Expressen)


Uraufführung
01.03.2019 Dramaten, Stockholm (Regie: Lars Norén)

Deutschsprachige Erstaufführung
09.04.2027 Schauspiel Köln (Regie: Markus Öhrn)

Bulgarisch
Spanisch

Die Aufführungsrechte für Amateur- und Schultheater stehen leider nicht zur Verfügung.

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