Hunter White, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Als ihm ein Freund ein Nashorn zum Abschuss anbietet, reist er nach Afrika, um die «Big Five» vollzumachen. Doch sein Plan wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf Rache …
Trophäe wirft einen Blick auf die postkoloniale Welt und die komplexen Fragen von Herrschaft, Macht und Menschlichkeit: «Mit kühler Eleganz inszeniert Gaea Schoeters die Tragikomödie eines Idealisten, der seine Lust aufs Töten mit hohen moralischen Ansprüchen rechtfertigt und sich mehr und mehr in einen Fieberwahn hineinsteigert.» (Der Spiegel)
«Roger Vontobel und Felicitas Zürcher, dem künstlerischen Erfolgsteam, gelingt ein kleines Theaterbeben. Die Bühnen Bern zeigen die Uraufführung des radikal-wuchtigen Afrika-Romans über koloniale Ausbeutung, der den Bücherfrühling 2024 erschüttert hat … Die Inszenierung gleicht auf dem Höhepunkt einem Fiebertraum … Es wirkt wie die Magie eines Größeren, das umfassender als der Text allein ist, chorisch zum Leben erweckt von June Ellys Mach, Susanne-Marie Wrage und Patrycia Ziółkowska. Ihr Spiel macht den Abend ebenso klug wie implizit politisch … Trophäe präsentiert die Verlogenheit unseres westlichen Wertesystems.» (Luzerner Zeitung)
«Roger Vontobel inszeniert Trophäe als rauschhaften Albtraum … (und findet) für die Momente des Wahnsinns grandiose Bilder … Die Albtraumszenen gelingen insbesondere dank der überragenden Schauspielerin Patrycia Ziółkowska, in deren Blick sich Hunters Erregung, Panik und wilde Entschlossenheit gleichzeitig spiegeln … Packendes Schauspielerinnentheater.» (Der Bund)
«Dem Team um Regisseur Roger Vontobel gelingt nicht nur eine packende Adaption von Schoeters‘ Roman, sondern auch ein neuer Beweis, dass Theater durchaus explizit politisch sein und das Publikum trotzdem künstlerisch herausfordern kann.» (Nachtkritik)
Der Roman ist erschienen im Zsolnay Verlag.
Uraufführung
28.03.2026 Bühnen Bern in Kooperation mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen (Regie: Roger Vontobel)
«Rauschhafter Albtraum»: «Trophäe» von Gaea Schoeters uraufgeführt
Am 28. März 2026 war die Uraufführung von «Trophäe» von Gaea Schoeters an den Bühnen Bern (Regie: Roger Vontobel).

Unverwandt sehen sie sich in die Augen – auch jetzt noch, in diesem letzten Augenblick, der Leben und Tod voneinander trennt, bleiben sie miteinander verbunden. Der Jäger und seine Beute. Die Beute und ihr Jäger. Dann bleibt die Zeit stehen, und es ist vorbei.