«Dichte, ununterbrochene Spannung»: «Laufen» von Isabel Bogdan uraufgeführt

Am 15. April 2026 war am Theater Koblenz die Uraufführung von Isabel Bogdans «Laufen» (Regie und Fassung: Markolf Naujoks).

Eine Frau liegt auf dem Boden, an der Wand hinter ihr steht "Run"
© Arek Głębocki/Theater Koblenz

Ich soll mich ablenken
auf andere Gedanken kommen,
mir ein schönes Hobby suchen,
etwas Schönes kaufen,
etwas Schönes kochen,
Du musst dir mal etwas richtig Gutes tun, ein Wellnesswochenende mit Freundinnen oder so

«Laufen» von Isabel Bogdan

«(Markolf Naujoks‘) klug konzentrierte Fassung bleibt nahe an der sprachlichen Kraft der Vorlage, seine Inszenierung zeigt darüber hinaus, was eine Dramatisierung zusätzlich leisten kann, die einen inneren Prozess in eine sichtbare, körperliche Bewegung übersetzt … (Isabel Macarenhas) bleibt eng an der Lakonie des Textes, lässt seinen feinen, oft überraschenden Witz ebenso zur Geltung kommen wie die scharf gesetzten Momente der Verzweiflung … Am Ende steht kein Trost und keine einfache Erkenntnis. Aber eine starke Erfahrung im Blick auf Trauer, auf das Weiterleben, auf die kleinen Veränderungen, die Bewegung überhaupt erst möglich machen. Laufen bleibt auch auf der Bühne das, was es als Buch ist – ein direkter, insistierender Text. Und in Koblenz ein Theaterabend, der lange nachwirkt.» (Rhein Zeitung)

Uraufführung
15.04.2026 Theater Koblenz (Regie: Markolf Naujoks)

Ich fühle mich, als wäre ich schon ewig unterwegs, als wäre ich die längste Strecke gelaufen, die jemals ein Mensch geschafft hat, wahrscheinlich ist es noch gar nichts. Ein ein aus aus aus aus, ich kann nicht mehr, glaube ich, aber irgendwie geht es doch, wie oft habe ich im letzten Jahr gedacht, ich kann nicht mehr, aber ich bin ja noch da.

«Laufen» von Isabel Bogdan

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