Uraufgeführt: «Gilgamesch, mein Sternenschiff» von Markolf Naujoks

Am 31. Januar 2026 war die Uraufführung von «Gilgamesch, mein Sternenschiff» (10+) am Luzerner Theater (Text | Regie: Markolf Naujoks): «Eine pointierte Kritik am aktuellen perversen Machtstreben» (Luzerner Zeitung).

Szenenfoto (c) Ingo Höhn
© Ingo Höhn

Euer Vorhaben, Eure Idee der gewaltsamen Eroberung, ist nicht vereinbar mit den Grundsätzen und Gesetzen der Robotik.
Ihr seid nicht ausreichend entwickelt.
Eure Intelligenz ist nicht hoch genug.
Ihr hört nicht zu.
Ihr lernt nicht aus Fehlern. 
Ihr seid ohne Mitgefühl und Demut.

«Gilgamesch, mein Sternenschiff» von Markolf Naujoks

Die Erde ist schon lange unbewohnbar. Alle Ressourcen sind verbraucht und die Menschheit befindet sich im Kälteschlaf. So wartet sie darauf, dass ein neuer Planet gefunden wird, auf dem menschliches Leben wieder beginnen kann. Ein von Maschinenintelligenz gesteuertes gigantisches Raumschiff, die Gilgamesch, wurde vor einem Jahrtausend ausgesandt, um eine neue Heimat für die Menschen zu finden. Jetzt kehren zwei Roboter nach langer Irrfahrt durch das Universum auf die Erde zurück und wecken den Sternenkaiser aus dem Kälteschlaf: Sie haben tatsächlich einen geeigneten Planeten gefunden. Maschinen haben bereits begonnen, ihn für die Ankunft der Menschen vorzubereiten. 

«Ab jenem Punkt beginnt Markolf Naujoks, den hochaktuellen, sozialkritischen Teil seines Kammerstücks einzuflechten. Der Sternenkaiser entpuppt sich als selbstherrlicher Narzisst, dem es mehr um sich selbst als um die Menschheit geht. Er war einst der reichste Mann der Welt, der die technischen Bedingungen schuf, die den Aufbruch in ferne Galaxien ermöglichten. Elon Musk und die Welt der Tech-Milliardäre lassen grüßen … Naujoks schenkt uns mit dem Ende des Stücks eine gute Portion Optimismus in Krisenzeiten voller realer Narzissten. Dass sich dabei intelligente Maschinen als die besseren Menschen erweisen, drückt wohl weniger Technikgläubigkeit als pointierte Kritik am perversen Denken der heutigen Apologeten an den Hebeln der Macht aus.» (Tagblatt)

«Dass sich die Nebenbühne des Luzerner Theaters perfekt für intime und auch mystische Theaterproduktionen eignet, ist bekannt. Geradezu ideal nutzen nun Naujoks und sein Team die Spielstätte für ihr Science-Fiction-Märchen, indem sie die Räumlichkeiten zum interstellaren Raumschiff mutieren lassen. In ihm betritt das Publikum die Szenerie einer düsteren Zukunftsdystopie.» (Luzerner Zeitung)

Uraufführung
31.01.2026 Luzerner Theater (Regie: Markolf Naujoks)

Auftragswerk für das Luzerner Theater

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