Bruder Eichmann

3D / 5H, 4 Schauspieler für die Analogieszenen

Drei Ebenen verknüpft diese "Topographie eines bürgerlichen Pflichtmenschen" (Kipphardt): Die auf der Bühne gezeigten Verhöre und Gespräche Adolf Eichmanns in Israel von Ende Mai 1960 bis zur Hinrichtung zwei Jahre später, das Aufrollen von Eichmanns Biographie und die Rekonstruktion des von ihm organisierten Völkermordes an den Juden, schließlich die einmontierten Analogie-Szenen als Beispiele der "Eichmann-Haltung" aus unserer unmittelbaren Gegenwart. "Das Stück beschreibt, wie ein ziemlich durchschnittlicher junger Mann aus Solingen, aufgewachsen in Linz, Vertreter bei Vacuum-Oil, auf sehr gewöhnliche Weise zu der monströsen Figur Adolf Eichmann wird, die administrative Instanz im Genozid an den europäischen Juden, 'ein Rädchen im Getriebe', wie er sich nennt, ein Funktionär des 'Kriegs gegen die Juden', durch den Befehl und Eid gewissensgeschützt." (Kipphardt)

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt (*1922 in Heidersdorf/Schlesien, gestorben 1982 in München) studierte Medizin mit Fachrichtung Psychiatrie in Bonn, Köln, Königsberg, Breslau, Würzburg und Düsseldorf, wo er promovierte. Anschließend arbeitete er als Arzt, u.a. in ...

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U: 21.1.1983 Bayerisches Staatsschauspiel/
Residenztheater, München
(R: Dieter Giesing)