Die Empörten

3D / 2H

Ein Mann rast mit seinem Wagen in eine Menschenmenge. Der Fahrer stirbt, und es gibt einen weiteren Toten. War das ein tragischer Unfall? Ein erweiterter Suizid? Ein islamistisches Attentat? Entsetzen und Empörung sind gewaltig, nicht nur in Irbertsheim, dem Ort des Geschehens, sondern landesweit, zumal in Bälde Wahlen anstehen. Allein die Bürgermeisterin Corinna Schaad weiß, dass der Täter ihr eigener Halbbruder ist. Um ihre Karriere zu retten, hat sie dessen Leiche heimlich ins Rathaus geschafft und versteckt sie dort in einer Truhe, während nebenan die Trauerfeier vorbereitet wird. Auf der will Corinnas Gegnerin, die Rechtspopulistin Elsa Lerchenberg, wie gewohnt gegen die Gefahr der „Überfremdung“ anreden. Ein Kampf entbrennt, in dem die Toten lediglich als Projektionsfläche von Ängsten dienen, als Waffen in einem ideologischen Grabenkrieg.

»Für Theresia Walser ist das der Konflikt-Nährboden, aus dem sie Die Empörten zu einer bisweilen surrealen Politkrimi-Komödie raffiniert hochgezüchtet hat … Kein Mensch, keine Weltanschauung ist so, wie es der erste Eindruck glauben macht … Das ist sehr klug und dabei sehr witzig.« (Münchner Merkur)
»Walser baut ihr Stück geschickt so absurd wie möglich auf … Sie traut sich die auf Vorurteilen und Vereinfachungen tänzelnde Farce. Sie stürzt nicht ab, sie ist mutig.« (Die Welt)
»Mit diesen ‚Empörten‘ hat Walser ins Schwarze getroffen … Sie macht den Zerfall der Identitäten und der Sprache sichtbar.« (Die Presse)

Theresia Walser

Theresia Walser

Theresia Walser, geboren 1967 in Friedrichshafen, besuchte von 1990 bis 1994 die Hochschule für Musik und Theater Bern, wo sie eine Schauspielausbildung absolvierte. Anschließend war sie zwei Jahre lang Ensemblemitglied am Jungen Theater Göttingen.
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U: 18.08.2019 Salzburger Festspiele (Salzburger Landestheater) in Koproduktion mit dem Staatstheater Stuttgart (Regie: Burkhard C. Kosminski)