FISCHEN BETÄUBEN TÖTEN

2D / 1H

Eine kleine Bucht an der Ostsee. Sand, Wellen, Möwen, die über dem Meer kreisen, und weit und breit kein Mensch. Der perfekte Ort für Mascha, um Ruhe und Abstand zu ihrem Leben im Binnenland zu finden und endlich wieder frei atmen zu können. Ein Neuanfang, hier, am Strand. So müsste es sein. Was sie nicht weiß, ist, dass Janne und Jesko sie schon eine Weile beobachten. Die beiden wohnen in einem kleinen Haus in den Dünen, von dem aus man die ganze Küste sieht. Kein Blick auf das Festland, keine Vergangenheit. Als hätten sie schon immer auf sie gewartet, nehmen sie Mascha bei sich auf, passen sie ein in ihre kleine Festung gegen das unwirtliche Draußen. Zum ersten Mal seit langem fühlt Mascha sich wieder aufgehoben. Hier kann sie der Stille nachhorchen, die keine Stille ist, sich im Himmel verlieren, die quälende Unruhe, die sie in sich verspürt, endlich sortieren. Denkt sie sich. Doch mit der Zeit wird ihr die Einsamkeit der Küstenregion unerträglich und die ewige Stille beginnt in ihr zu pochen. So weit der Blick auch in die Ferne wandern kann, so eng wird es Mascha mit Janne und Jesko, die sich ganz und gar auf sie fokussieren und deren Abschottung von der Wirklichkeit zur diffusen Bedrohung gerät. Doch die beiden machen keine Anstalten, sie so einfach wieder gehen zu lassen…

In FISCHEN BETÄUBEN TÖTEN horcht Dorian Brunz in die (Un-)Tiefen des Zwischenmenschlichen, nach der Sehnsucht nach dem Anderen und erzählt leise und behutsam vom Misslingen einer Weltflucht.

Dorian Brunz

Dorian Brunz

Dorian Brunz wurde 1993 in Berlin geboren. Er studiert Geschichte und Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin und Szenisches Schreiben an der UDK Berlin. Seine Stücke liefen als Werkstattinszenierungen am Hans-Otto-Theater Potsdam, in der Box ...

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