Alles ist gut

Besetzung variabel, ca. 3D – 3H

Janne lernt auf einer Party Martin kennen – ein netter Typ. Die beiden lachen zusammen, trinken etwas zu viel, und weil Martin es nicht mehr nach Hause schafft, bietet Janne ihm ihr Sofa an. Martin missversteht die Situation und möchte Sex. Janne sagt nein, zuerst amüsiert, dann nachdrücklich, dann ungläubig. Martin vergewaltigt sie. Am nächsten Morgen versucht Janne, zur Tagesordnung überzugehen. Sie will kein Opfer sein, sie will die Deutungshoheit über das behalten, was passiert ist. Sie erzählt niemandem von dem Vorfall, nicht ihrem Freund, nicht ihrer Mutter, und als sie Martin wieder trifft und er sich, über sich selbst entsetzt, bei ihr entschuldigt, spiegelt sie ihm kühl sein Verhalten. Doch irgendwie schleichen sich immer mehr Änderungen in Jannes Leben; nichts ist so, wie es vorher war.

«Ein packendes Drama über Verdrängung und weibliche Selbstbehauptung.» (Der Spiegel) «Alles ist gut wirkt wie ein sich mit seiner Hauptfigur fortbewegendes Kammerspiel … Was Eva Trobisch auf so unerwartete und beeindruckende Weise gelingt: von einem sexuellen Übergriff und seinen Nachwirkungen so zu erzählen, dass der Blick nicht durch Projektionen und Vorurteile verstellt ist.» (Die Zeit)«Es war nicht vorherzusehen, dass ausgerechnet ein deutscher Film den besten Beitrag zu #MeToo leisten würde. In diesem Film aber stimmt jeder Satz.» (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) «Alles ist gut ist in der hitzigen Debatte, in der viele Menschen schnell mit Meinungen bei der Hand sind, wer an was schuld ist und wer sich deshalb wie zu verhalten habe, eine Ausnahmeerscheinung. Denn genau diesem Schwarzweißdenken verweigert sich Eva Trobisch. Stattdessen will sie den komplizierten Graubereich erkunden, in dem die Verarbeitung solcher Erlebnisse vermutlich viel öfter stattfindet, als dass sie sich einfach kategorisieren und in Schuldschubladen einteilen lassen.» (Süddeutsche Zeitung)

Eva Trobisch

Eva Trobisch

Eva Trobisch, 1983 geboren, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Alles ist gut wurde 2018 beim Münchner Filmfest als bester Nachwuchsfilm sowie beim Locarno Festival als bester Debütfilm ausgezeichnet.

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