Die Hochhausspringerin

Besetzung variabel

Riva ist Hochhausspringerin – ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Die junge Hitomi soll Riva wieder gefügig machen. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert?

«Nüchtern, kühl, in kurzen schmucklosen Sätzen erzählt Julia von Lucadou, wie mit dem Heilsversprechen von mehr Effizienz, Wachstum und personalisiertem Glück alles verdrängt, gedämpft, zerstört wird, was Leben ausmacht: Spontaneität, Schmerz, Dreck, Emotion, Poesie.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung) «Jedes Detail sitzt so genau, dass hinter der Makellosigkeit des Textes immer dieselbe Perfidie der Selbstoptimierung zu lauern scheint, um die es ihm geht.» (Süddeutsche Zeitung) «Die Sprache ist hochpoetisch und sensibel, die Sätze sind kunstvoll strukturiert … Erschreckend und wunderbar.» (Die Zeit) «Ein beeindruckend kühler Roman aus kalten Zeiten, die möglicherweise noch vor uns liegen. Man nennt so etwas Dystopie, und in diesem Fall hat die Sache einen besonderen Witz, weil sie viel von der Verbesserung des Lebens erzählt … Ein virtuoses Kammerspiel aus Überwachung und Empathie, aus Technik und Fehleranfälligkeit.» (Neue Zürcher Zeitung)

Julia von Lucadou

Julia von Lucadou

Julia von Lucadou wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Biel, New York und Köln. Die Hochhauspringerin ist ...

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