Oslo

Deutsch von John Birke
Besetzung variabel, mindestens 2D – 11H

Nach Jahren blutiger Konflikte scheint 1993 der Weg in eine friedlichere Zukunft möglich: Das Oslo-Abkommen wird unterzeichnet; auf dem Rasen vor dem Weißen Haus schütteln Yassir Arafat und Jitzchak Rabin einander zum ersten Mal die Hände. Doch die USA haben mit dem historischen Moment nicht viel zu tun: Die eigentlichen Verhandlungen liefen abseits der offiziellen Kanäle, heimlich (und höchst illegal) arrangiert von einem norwegischen Diplomatenpaar. J.T. Rogers’ Hinterzimmer-Thriller führt in die abgeschiedene Villa außerhalb Oslos, in der sich Vertreter Israels und der PLO über Monate hinweg treffen, ohne Presse, Protokolle und offizielles Skript, zutiefst misstrauisch und doch von der Hoffnung getrieben, einen gemeinsamen Weg zu finden. Historisch getreu, dabei spannend wie House of Cards, folgt Oslo den Verhandlern durch Bluffs und Gegenbluffs, Statuskämpfe und Drohungen; sie sind Feinde auf einer gemeinsamen Mission, während die erste Intifada immer mehr Opfer fordert.

«Wer glaubt, eine dreistündige Debatte über den Nahen Osten sei eine mühsame Angelegenheit, könnte sich nicht mehr irren: Oslo ist ein Wunderwerk dramatischer Brillanz und geschickten Erzählens … dabei verleiht seine Komplexität dem Abend die Faszination eines Politthrillers.» (The Independent) «Ein ernstes und ernsthaft gutes Stück … Es mutet an wie eine skandinavische James-Bond-Story, inklusive Waffeln, Codenamen, Whisky, Bodyguards und Witzen. Wir sehen den Erzfeinden zu, wie sie tagsüber verhandeln und abends lachen und trinken: intensiv, temperamentvoll und absolut faszinierend.» (The Times) «Ein grandioses Stück: scharfsinnig, fesselnd, von Shakespeare’schem Ausmaß, das komplexe Verhandlungen in sprühende Unterhaltung verwandelt … aber am erfreulichsten ist, wie es den Friedensstiftern und ihrem entschlossenen Glauben an Menschlichkeit Anerkennung zollt.» (Financial Times)

J.T. Rogers

J.T. Rogers

J.T. Rogers schreibt Theaterstücke und Drehbücher. Seine Theaterstücke, in denen er unter anderem den Völkermord in Ruanda (The Overwhelming, 2006) und den Afghanistan-Konflikt (Blood and Gifts, 2010) thematisiert, werden international aufgeführt. ...

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U: 16.06.2016 Lincoln Center Theatre, New York (Regie: Bartlett Sher)

DSE: 21.09.2019 Theater Regensburg (Regie: Klaus Kusenberg)