Nach der Ruhe vor dem Sturm

2D / 1H

36 Jahre lang hat sich Irm König auf dem «Glücksschiff» als Chefhostess Yvonne in
die Herzen der TV-Zuschauer gespielt. Jetzt wurde sie ausgemustert und soll mit ihrer Kollegin, dem Bühnenstar Liz Hansen, darüber diskutieren, wo die Unterschiede zwischen Fernseh- und Theaterarbeit liegen, ob Kunst und Unterhaltung einander ausschließen und besonders, welche nennenswerten Rollen für Frauen ab der Lebensmitte überhaupt noch bleiben. Schließlich entstand ein Großteil des bisherigen Dramenkanons aus «Pimmelperspektive» …
Bereits im Titel erinnert Nach der Ruhe vor dem Sturm an die Hahnenkämpfe in Theresia
Walsers Erfolgsstück Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm. Und tatsächlich spielt es, als
eine Art Epilog, in «den gleichen Kulissen mit ähnlich raumfüllenden Egos, verschiebt
aber den Schwerpunkt gendermäßig total … Männer spielen Nazis, Frau gehen ab …
Eine Suada – und ein Schlaglicht auf die konservativen Verhältnisse im vermeintlich so
progressiven Bühnenmilieu. Nach der Ruhe vor dem Sturm ist der Faustschlag aufs Auge
aktueller Theaterdiskussionen» (Nachtkritik).
«Wieder geht es um das Verhältnis von Wirklichkeit und Illusion. Und wieder hat
Theresia Walser ein Stück von einer geradezu Thomas-Bernhard’schen Boshaftigkeit
und gnadenlosen Entlarvung menschlicher Schwächen geschrieben.» (Die Rheinpfalz)
«Ein fulminantes Minidrama» (Süddeutsche Zeitung), «urkomisch und traurig zugleich»
(SWR).

Theresia Walser

Theresia Walser

(*1967 in Friedrichshafen) besuchte von 1990 bis 1994 die Hochschule für Musik und Theater Bern, wo sie eine Schauspielausbildung absolvierte. Anschließend war sie zwei Jahre lang Ensemblemitglied am Jungen Theater Göttingen.
1996 entstand ihr ...

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U: 09.06.2018 Nationaltheater Mannheim (Regie: Burkhard C. Kosminski)