The Aliens

Deutsch von Karen Witthuhn
3H

In dem heruntergekommenen Hinterhof eines Cafés haben sich Jasper und KJ einen Rückzugsort geschaffen, wo sie ihre Tage mit Musik, Philosophie und Poesie verbringen. Mit Anfang 30 hat KJ gerade das College geschmissen, Jasper die Highschool nie beendet. Ihre frühere Band The Aliens, Ausdruck ihrer Bewunderung für Charles Bukowski, existiert nur noch als Erinnerung und in den kleinen, gnadenlos untalentierten Song-Überresten, die KJ manchmal auf seiner Gitarre zupft. Was die Zukunft bringen soll, spielt für die beiden keine Rolle, sie leben im Hier und Jetzt, in der Lethargie der zu langen Tage. Als Evan, ein Aushilfskellner, zu ihnen stößt, beschließen sie, ihn in ihren Kreis aufzunehmen und ihm von den Höhen und Tiefen des Lebens, der Liebe und der Kunst zu erzählen. Bis die Realität sie schließlich einholt und sich der Tod in die Erzählung einreiht.

Annie Baker ist eine Meisterin der Stille, der knappen Sprache, die ihre Figuren mit einer beeindruckenden Präzision zeichnet. The Aliens ist «ein vermeintlich leichtes Porträt von Liebe, Verlust und den Enttäuschungen des Lebens» (The Digital Journal), in dem Annie Baker allen Facetten menschlicher Existenz nachgeht. «Ein zartes und außergewöhnlich schönes Stück … Die Art und Weise, wie Baker ihrem Schreiben, einfach durch ihre mitfühlenden, wahrhaftigen Beobachtungen, Gewicht und Bedeutung verleiht, hat etwas ganz und gar Tschechow’sches.» (The New York Times) «In Annie Bakers Stücken entwickeln sich ihre hyperrealistischen Spielsituationen in größter Ruhe, mit sanft überdehnten Pausen … Nicht kategorisierbares und wahrscheinlich gerade deswegen sensationell gutes Theater.» (Theater heute)

Annie Baker

Annie Baker

Annie Baker, geboren 1981 in Massachusetts, studierte Szenisches Schreiben an der New Yorker Tisch School of the Arts. Ihre Theaterstücke, u. a. The Aliens und Circle Mirror Transformations, wurden mehrfach preisgekrönt.
Annie Baker gilt als größtes ...

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U: 22.04.2010 Rattlestick Playwrights Theater, New York (Regie: Sam Gold)

DSE: 09.05.2019 Staatstheater Kassel (Regie: Sebastian Schug)