German Love Letter (zum Mond)

Besetzung variabel

Ein nächtlicher Streifzug durch Deutschland. ­Irgendwo streitet sich ein Paar, in einer Kneipe wirft man auf Dartscheiben. Im Hinterzimmer ­eines Spätis versteckt sich eine Frau vor der Welt, und überall rauscht das WLAN, spült Kommunikationsfetzen, Musik, Kommentare an die Oberfläche des Bewusstseins. «Jemand» ist auf der Suche – nach Sinn, nach Zusammenhang und vielleicht auch nach der Liebe. Während sie Fremden und Bekannten begegnet, Erinnerungen und Visionen, formuliert sich im Netz eine neue Sehnsucht: Newrope, das (real existierende) Projekt einer internationalen Kolonie auf dem Mond, deren utopisches Potenzial auch auf der Erde für neue Hoffnung und Antrieb sorgen soll. Zwischen den Stimmen aus Vergangenheit und Zukunft balanciert «Jemand» auf dem schmalen Grat der ­Gegenwart, festgehalten von der Videoaufnahme der eigenen Handykamera in einem ultimativen Akt der Selbstvergewisserung. Danulat orchestriert den Sound und die Sehnsucht der Nacht, analog und digital auf dem Weg durch die Dioramen einer Großstadt, in einem Bilderbogen der Verlorenheit, dem dennoch jede Wehleidigkeit abgeht.

Lisa Danulat

Lisa Danulat

Lisa Danulat, geboren 1983 in Frankfurt am Main, studierte Philosophie, Schauspiel und Szenisches Schreiben in Frankfurt am Main, Freiburg und Graz. 2005 wurde ihr erstes Stück Die Sieben Stufen der Akzeptanz am Wallgrabentheater Freiburg ...

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U: 14.09.2018 Theater Bielefeld (Regie: Swen Lasse Awe)