Das ist ein Stuhl

Stück in 7 Szenen
(This is a Chair)
Deutsch von Bernd Samland
7-8 Darstellerinnen- Doppelbesetzungen möglich

»Ceci n'est pas une pipe«, schrieb René Magritte 1928 unter sein Gemälde einer Pfeife, die selbstverständlich keine Pfeife ist, sondern lediglich ihr Abbild. Ähnlich subversiv funktioniert der Titel von Caryl Churchills Das ist ein Stuhl: »Ein kurzes Stück, das statt Inhalt Form reflektiert. Und komisch ist ... Acht Szenen zeigen voneinander unabhängige Situationen, Ausschnitte aus Alltagsdialogen. Eine Frau lässt ihr Rendezvous platzen, Eltern bitten ihr Kind, aufzuessen, ein schwules Pärchen streitet. Das ist so banal wie amüsant, weil das Identifikationspotenzial groß ist. Dazu tritt jedoch ein interessantes Verwirrungsmoment, weil jede dieser Szenen einen Titel hat, der während ihrer gesamten Dauer auf die Bühne projiziert ist. ‚Pornografie und Zensur‘ steht da, ‚Gentechnik‘, ‚Rechtsradikalismus in den neuen Bundesländern‘ – lauter schwere Geschosse, die man auf dem Theater ja auch gerne verhandelt sähe. Aber beim besten Willen nicht mit dem Gesehenen in Verbindung kriegen kann, obwohl das logische Denken reflexartig nach Entsprechungen sucht. Es muss sich geschlagen geben – über die Welt und ihre dramatische Bearbeitung darf weiter nachgedacht werden. « (die tageszeitung) »Eine intime Revue über die zunehmende Surrealität des modernen Lebens.« (The Guardian)

Caryl Churchill

Caryl Churchill

Caryl Churchill, 1938 in London geboren, studierte in Oxford englische Literatur und begann früh mit dem Schreiben, anfangs für Radio und Fernsehen, dann mehr und mehr für die Bühne. 1974 wurde sie als erste Frau Hausautorin am Londoner Royal Court ...

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U: 25.06.1997 Royal Court Theatre, London (Regie: Stephen Daldry)

DSE: 19.01.2001 Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin (Regie. Thomas Ostermeier)