Spieltrieb

Bearbeitet von Laura Linnenbaum und Johanna Vater
2D / 2H, oder 1D – 3H

Ada, hochbegabt und schwer erziehbar, ist vom Schulalltag gelangweilt. Ihren Lehrern fühlt sie sich intellektuell weit überlegen, ihre Mitschüler hält sie für geistlos und banal. Erst als der charismatische Alev neu in die Klasse kommt, glaubt Ada, dass sie endlich einen Verbündeten gefunden hat, der ihr gewachsen ist. Aus Faszination wird schnell eine obsessive Abhängigkeit, die in einem perfiden Spiel gipfelt: Zum Spaß soll Ada ihren Lehrer Smutek verführen, sich von Alev dabei filmen lassen, damit die zwei Smutek dann erpressen können, um Grenzen auszutesten. Eiskalt und beeindruckend methodisch machen die beiden sich ans Werk, das bald eigenen Mechanismen folgt.
«Spieltrieb ist ein Buch, das die vor allem moralische Verwirrung der Welt auf einen Schulkörper projiziert … und mutig genug ist, die Leerstellen der Gegenwart der Zukunft fragend entgegenzuhalten.» (Der Freitag) «Juli Zehs Roman ist in einer erschreckend genauen, an Robert Musil geschulten Sprache geschrieben. Und macht überwältigend bildhaft, mit szenischem Witz und psychologischem Feingefühl glaubhaft, wie harmlose Schüler zu Terroristen werden können. Mit neuen und unverbrauchten Bildern, die unsere Wahrnehmung und Phantasie bereichern.» (Der Spiegel)

Juli Zeh

Juli Zeh

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte von 1993 bis 1998 Jura in Passau und Leipzig. Noch vor dem ersten Staatsexamen begann sie 1996 in Leipzig außerdem ein Studium am Deutschen Literaturinstitut, abgeschlossen 2000. 2001 erschien ihr erster ...

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U: 23.09.2015 Theater Bonn (Regie: Laura Linnenbaum)