Die Nibelungen

2D / 7H, empfohlen ab 12 Jahre

Kämpfen, erobern, töten – und, wenn es die Zeit erlaubt, «minnen» – das sind akzeptable Beschäftigungen für einen Helden. Was die zugehörigen Frauen davon halten, zum Zwecke politischer Befriedung an den Meistbietenden verschachert zu werden, wenn sie nicht gleich als Teil der Kriegsbeute gelten, davon ist meistens nur wenig zu hören. In Thomas Birkmeirs Jugendtheaterfassung des größten deutschen Heldenepos hingegen melden sich Kriemhild und Brünnhilde durchaus lautstark zu Wort – ohne dass das allerdings zunächst viel an dem ihnen zugedachten Schicksal ändert. Beobachtet und zunehmend ungläubig kommentiert von Kriemhilds und Brünnhildes noch ungeborenen Söhnen, nimmt die bekannte Handlung ihren Lauf: Der unbesiegbare, wenn auch recht tumbe Drachentöter Siegfried heiratet Kriemhild und verschafft ihrem Bruder Gunter mit schmutzigen Tricks nicht nur Brünnhildes Hand, sondern auch Zugang zu ihrem Bett, bevor er selbst von Gunter hinterrücks ermordet wird. Mord folgt auf Mord, denn Kriemhild und Brünnhilde wollen den Verrat nicht auf sich sitzen lassen. Beim Festmahl im Haus des Hunnenkönigs Etzel, Kriemhilds neuem Mann, kommt es zum furiosen Showdown, den nur die Frauen überleben, die in Zukunft ihr Schicksal in eigene Hände nehmen werden.

Thomas Birkmeir

Thomas Birkmeir

Thomas Birkmeir, geboren 1964 in München, ist Regisseur, Autor, Schauspieler und Intendant. Nach dem Studium in München und Wien war er am Burgtheater Wien, dem Schauspielhaus Wien und dem Theater der Jugend Wien tätig; von 1998 bis 2001 war er ...

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U: 16.04.2013 Theater der Jugend, Wien (Regie: Gerald Maria Bauer)