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»Brennend politisch«: »Spuk in der Villa Stern« uraufgeführt

02.04.2019 – Am Theater Basel wurde am 26. Januar Spuk in der Villa Stern uraufgeführt (Regie: Christian Brey). Für die Revue von Friedrich Hollaender, die nur in Teilen überliefert ist, hat David Gieselmann eine neue Textfassung geschrieben.

»Hatte der Komponist und Kabarettist Friedrich Hollaender in seiner 1931 für das Berliner Tingel Tangel Theater geschriebenen Revue den aufkommenden Nationalsozialismus und Antisemitismus als Schreckgespenst durch die Villa Stern geistern lassen, lässt Gieselmann in seiner Version die politischen Gespenster von heute aus den Löchern kriechen: der Rechtsruck in Gesellschaft und Politik, die Populisten, die sich in Europa breit machen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. All diese bösen Geister brechen in der Inszenierung von Christian Brey als düstere Mächte in das dekadent schrille Festtreiben … Das Bitterernste, Zeitkritische, die aktuellen politischen Anspielungen verpacken der Autor und der Regisseur bühnenwirksam in die Leichtigkeit einer Komödie und kritischen Satire ganz im Geist Hollaenders. In dessen Liedern schwingt so viel ironische Schärfe, rabenschwarzer, geistreicher Humor, so viel bissigböser Witz mit, dass sie heute noch zünden … So wird diese Revue zum brennend politischen Stück.« (Badische Zeitung)