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»Ein vorzüglich komponiertes Stück« – »Amsterdam« von Maya Arad Yasur erstaufgeführt

30.01.2019

Am 27. April wurde Amsterdam von Maya Arad Yasur am Münchner Volkstheater deutschsprachig erstaufgeführt (Regie: Sapir Heller). Das Stück wurde 2018 mit dem Stückemarktpreis des Berliner Theatertreffens ausgezeichnet. 

»Das Drama ist zu raffiniert, als dass es die einzig wahre Erzählung von etwas sein könnte. In Yasurs auskomponierter Sprechpartitur sind gut und böse, wahr und unwahr wie eine dieser M.-C.-Escher-Treppen: nichts weiter als Trugbilder … Amsterdam legt unheimlich überzeugend dar, wie sich alltäglicher, nicht unterbundener Rassismus und unhinterfragte Narrative durch eine Gesellschaft hindurchätzen, bis sie schließlich zu geltendem Recht und zur Staatsdoktrin werden. Schleichend und schneller als man denkt.« (Nachtkritik)

»Ein überraschend leichter Theaterabend, der einem seine schweren Themen in Häppchengröße unterjubelt. Umso schwerer liegen sie dann im Magen.« (Süddeutsche Zeitung) 

»Es geht um den Widerhall der Geschichte in der Gegenwart; und um den Echoraum, den dieser Widerhall im Kopf findet, dem Kopf der jungen Jüdin, in dem die Stimmen samt den Gedanken, die sie formulieren, wilde Pirouetten drehen … Ein vorzüglich komponiertes Stück.« (Bayrischer Rundfunk) 

»Das ist so intelligent gedacht und gemacht, dass kaum Zeit ist zum Zweifel an der Leichtigkeit des Umgangs mit der Historie.« (Abendzeitung)