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Kölner Kunstsalon-Autorenpreis für Händl Klaus

06.01.2011 – Händl Klaus wird mit dem „Kunstsalon-Autorenpreis für das Schauspiel Köln 2011“ ausgezeichnet. Derzeit schreibt der Autor an einem Auftragswerk für das Schauspiel Köln mit dem Arbeitstitel „Gabe/Gift“. Das „Stück für Musik“ wird im Herbst 2011 in der Halle Kalk uraufgeführt (Regie und Bühne: Anna Viebrock, Musik: Ernst Surberg).

Am 26. März 2011 ist am Staatstheater Braunschweig die Uraufführung der Oper „der einfluss des menschen auf den mond“, für die Händl Klaus das Libretto schrieb (Musik: Klaus Lang, Regie: Paul Esterházy). Zum Inhalt: „Über Nacht ist Schnee gefallen; der Astronaut hat gut geschlafen. Noch schwindelt ihn, als er vors Haus tritt und in der unberührten Schneedecke die ersten Schritte tut wie unlängst auf dem Mond. Aus der Nachbarschaft eilt die Köchin herbei, um ihn mit fester Nahrung zu stärken; der Briefträger überhäuft ihn mit Post und eigenen Fragen, denn auch er will hinauf in die luftlose Landschaft, die der Astronaut vermessen hat. Dessen Ich hat sich dort oben kalt gespalten; als Mann im Mond strahlt es seither herab. Um den drängenden Briefträger auf die Mondverhältnisse einzustimmen, bringt ihn der Astronaut in die Wüste von Nevada, wo er Liegestütze zu stemmen hat: up and down, and up and down erschöpft man sich in der Grundbewegung der raumfahrenden Menschheit, während der Wüstenwind saust.“ (Händl Klaus)

Außerdem zeigen die Schwetzinger SWR Festspiele in Koproduktion mit dem Theater Bonn am 29. April 2011 die Uraufführung der Oper „Bluthaus“ (Text: Händl Klaus, Musik: Georg Friedrich Haas, Regie: Klaus Weise). In „Bluthaus“ ist die jäh verwaiste Studentin Nadja auf der Suche nach einem Käufer für das elterliche Haus, das genauso alt ist wie sie selbst. Seitdem in diesen Räumen die Eltern umgekommen sind, fühlt sie, dass sie die belastete Immobilie verkaufen sollte. Makler, Interessenten, Bankleute und Nachbarn stellen sich ein, teils von Neugier, teils von ehrlichem Kaufinteresse getrieben. Was ist wirklich in dem Haus geschehen? Ein Sturm kommt auf, der Makler bedrängt Nadja, sie wendet seinen Übergriff jedoch in eigenes sexuelles Drängen. Das Vergangene reißt auf – Inzest, Verzweiflung, Mord. Wer will dieses Haus noch kaufen?