Jack, Judy und Howard reden, über sich und andere, meist unmittelbar ins Publikum. "Ich muss Ihnen mitteilen, dass eine sehr spezielle kleine Welt verstorben ist, und ich bin zum Trauern bestellt", sagt Jack gleich zu Anfang. Eine Totenfeier also, bei der aber vorerst die Leiche fehlt. Erst allmählich schält sich heraus, dass es hier, in einer Mischung aus Komik und Entsetzen, um das Ende des kultivierten Abendlandes geht. Anekdotisch wird von der brutalen Ermordung der "Schöngeister" erzählt, Denkverboten, dem Triumph der Trivialität. Auch Judy und Howard gehören zu den Opfern. In der Phantasie des Zuschauers entwirft Shawn das Horrorbild "einer nach-Orwellhaften Gesellschaft: ohne Bücher, ohne poetisches, moralisches, intellektuelles Gewissen ... Die Verbindung von Requiem und Boulevardkomödie. Eine apokalyptische Farce. Und sie operiert an einem nur allzu leicht verborgenen Nerv der Zeit." (Theater heute)
Wallace Shawn (*1943 in New York) studierte Geschichte an der Harvard University und Philosophie, Politik und Wirtschaftswissenschaft in Oxford. Er unterrichtete Englisch am Indore Christian College/Indien und Latein und Theater an der New Yorker Day...
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