Verschwinden oder Die Nacht wird abgeschafft

2D / 4H

Der Geruch lässt sich nicht mehr abwaschen. Der Geruch der Alten, die, abgeschoben, leise vor sich hin sterben. Oed muss sie pflegen und zerbricht daran. Seine Schwester Lara, liiert mit Haimon, dem Sohn des tonangebenden Politikers Heinz, will ihn retten und verstrickt sich selbst im Dickicht von Opportunismus, Liebe und Loyalität. Als eine der Alten, die Oed betreut, durch seine Schuld stirbt, nutzt Heinz das aus, um seine bröckelnde Popularität mit flammenden Moralappellen neu zu festigen. Oed wird zum Bauernopfer im Dienste der staatstragenden Wohlanständigkeit. Doch während die Macht ihren Sieg feiert, formiert sich auch der Widerstand, bis hinein in Heinz eigene Familie.
Inspiriert von den Grundzügen des Antigone-Mythos, übersetzt Gerhild Steinbuch in Verschwinden oder Die Nacht wird abgeschafft die Frage nach dem Verhältnis und den Grenzen von Macht und Moral, Recht und Menschlichkeit in einer Gesellschaft, die den Gedanken an das Altern nicht mehr erträgt.

Gerhild Steinbuch

Gerhild Steinbuch

Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling (Österreich) geboren, studierte Szenisches Schreiben in Graz und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", Berlin. Von 1994 bis 1998 war sie Mitglied der Jugendliteraturwerkstatt Graz und...

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U: 10.10.2007 Schauspielhaus Graz in Koproduktion mit dem steirischen herbst (Regie: Roger Vontobel)