Totenauberg

3D / 5H

"Auf der Kulisse der österreichischen Alpenwelt liegt der Schatten von Auschwitz; das Waldheimatland wird heimgesucht von Fremden (Touristen aus dem geöffneten europäischen Osten); das in langen Ansprachen und zahlreichen Filmprojektionen sich entfaltende Tableau wird allmählich zum Schlachtfeld. Im Zentrum stehen, reden, widersprechen einander: die jüdische Emigrantin, Philosophin und Politologin Hannah Arendt (als ''Die Frau'') und der deutsch-völkische, hochmanieristisch tiefgrübelnde Existenzphilosoph Martin Heidegger (Der alte Mann), in der Realität einst angesiedelt im schwarzwäldischen Todtnauberg. Der Text gleicht einer Gratwanderung zwischen philosophischen Anspielungen, poetisch verdichteter Weltwahrnehmung und lockerer Travestie, zwischen feierlichem Pathos und traurigem (tauererfülltem) Kalauer." (Theater heute) Ein Stück über die Verstrickung von Philosophie und Faschismus und die eingeschliffenen Mechanismen der Verdrängung.

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek (*1946, aufgewachsen in Wien) erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und...

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U: 18.9.1992 Burgtheater (Akademietheater) Wien (R: Manfred Karge)

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