Sedanfeier

Montage aus Materialien des 70er-Krieges
Besetzung variabel, mindestens 10 Darsteller/innen

Kipphardts einzige reine Material-Kompilation: Aus Proklamationen und Reden, Erlebnisberichten und Hochgesängen komponiert er eine Folge von Zeugnissen, die um einen zentralen Punkt im historischen Selbstverständnis der Deutschen kreisen: den Sedanstag, Datum des Wendepunkts im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Authentisch spiegelt Sedanfeier das falsche Pathos und die pseudoreligiöse Weihe, die an diesem martialischen Festtag ein ganzes Volk vom Kaiser bis zum Schulkind ergriffen. "Thema ist nicht die Nähe, sondern die Ferne, nicht die Verständlichkeit, sondern die Unverständlichkeit der deutschen Historie. Ihre Gestalten treten vor und machen ihre unveränderten, wörtlich zitierten Texte zu spukhaften, grotesk-erschreckenden Szenen - zu einer Revue der Gespenster ... und wir sind nicht gegen die Gefahr gefeit, dass es sie noch einmal geben wird." (Süddeutsche Zeitung)

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt (*1922 in Heidersdorf/Schlesien, gestorben 1982 in München) studierte Medizin mit Fachrichtung Psychiatrie in Bonn, Köln, Königsberg, Breslau, Würzburg und Düsseldorf, wo er promovierte. Anschließend arbeitete er als Arzt, u.a. in...

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U: 2.9.1970 Münchner Kammerspiele (R: Ulrich Heising)