Schlafengehn

2D / 3H

In einer kleinen Wohnung in einem Mietshaus spielen Milan und der Junge Elm Familie. Milan als Vater kümmert sich um alles, Elm ist schwanger und darf launisch sein. Dabei ist Elm selbst fast noch ein Kind, abgehauen aus der verzweifelt aufrechterhaltenen Idylle seiner Eltern. Der alte Mann hat ihn am Bahnhof aufgelesen, seitdem wohnt er bei ihm. Und nimmt widerwillig hin, dass Milan regelmäßig seinen Bauchumfang vermisst. Elm spielt das Spiel Milan zuliebe mit; für diesen aber ist die Fiktion sehr real, zumindest solange sie in der Enge seiner vier Wände bleibt. Kein Außenstehender soll sich einmischen in das, was nur ihn und Elm etwas angeht, niemand sein fragiles privates Glück gefährden. Doch die Welt lässt sich nicht lange draußen halten…
„Skurriler Humor wechselt mit bitteren und poetischen Passagen ... Schon der Satzbau erzählt von dem Verlangen der Figuren, ihr Ich zu finden. Sie suchen es in Zweierbeziehungen, klammern sich an einen anderen und beißen jeden weg, der sich dazwischen drängen will. Einige Atemzüge lang finden sie etwas wie Gemeinsamkeit, aber durch ihre krampfartigen Besitzansprüche vergraulen sie den Partner wieder … (Schlafengehn ist) souverän in Dramaturgie und Sprache, intelligent und sehr bewegend.“ (Frankfurter Rundschau)

Gerhild Steinbuch

Gerhild Steinbuch

Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling (Österreich) geboren, studierte Szenisches Schreiben in Graz und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", Berlin. Von 1994 bis 1998 war sie Mitglied der Jugendliteraturwerkstatt Graz und...

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U: 12.05.2006 Schauspiel Essen (Regie: Roger Vontobel)

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