Römische Trilogie

Nach Coriolan, Julius Caesar und Antonius und Cleopatra von William Shakespeare
Besetzung variabel, mind. 2D - 5H

Die Republik ist in einer schweren Krise: Machtverhältnisse sind instabil, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, Rebellen drohen mit Terror-Anschlägen. Rufe nach einem neuen starken Mann werden laut, der am besten gleich den Ausnahmezustand verhängen soll, um autokratisch durchzugreifen. Im Gegenzug rufen Populisten das Volk zum Protest gegen „die da oben“ auf …
Was nach sehr heutigen Angriffen auf unsere Freiheit klingt, spielt in Wahrheit im antiken Rom. Schon in Ödipus Stadt hatte John von Düffel erfolgreich drei Dramen von Sophokles, Euripides und Aischylos zu einem neuen Ganzen gefügt. Noch konsequenter bündelt er nun in Römische Trilogie die Shakespeare-Stücke Coriolan, Julius Cäsar und Antonius und Cleopatra zu einem großen Panorama, in dessen Zentrum der Siegeszug von Demagogen und Despoten über demokratische Errungenschaften steht. Ohne plumpe Aktualisierungen und geschrieben in einer streng gebundenen, aber schnörkellos direkten und zeitlosen Sprache, beleuchtet John von Düffel das „Politik-Geschäft“, erzählt von Putschisten, Spin-Doktoren, nicht eingelösten Wahlversprechen oder fatalen Bündnisfällen. Die handelnden Personen mögen Brutus, Oktavius oder Agrippina heißen, das Gesellschaftssystem ein anderes sein, doch gerade in der historischen Distanz treten die Ähnlichkeiten zum Hier und Jetzt umso plastischer und erschreckender hervor.

John von Düffel

John von Düffel

John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren und wuchs u. a. auf in Londonderry/Irland, Vermillion, South Dakota/USA und diversen kleineren deutschen Städten. Er studierte Philosophie, Volkswirtschaft und Germanistik in Stirling/Schottland und...

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U: 22.10.2016 Staatstheater Nürnberg (Regie: Klaus Kusenberg)