Nichts

Was im Leben wichtig ist
(Intet)
Bearbeitet von Andreas Erdmann, Deutsch von Sigrid C. Engeler
2D / 3H, Fassung für 8 Darsteller verfügbar, empfohlen ab 14 Jahre

Am ersten Tag nach den Sommerferien verkündet Pierre Anthon seine Erkenntnis: „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Er verlässt mitten im Unterricht die Klasse 7 A, zieht sich auf einen hohen Ast im Pflaumenbaum zurück und traktiert seine Schulkameraden von da an abwechselnd mit reifen Pflaumen und Einsichten in die völlige Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz. Die Klasse ist sich schnell einig, dass sie Pierre Anthon etwas entgegensetzen muss und beginnt, persönliche Gegenstände zusammenzutragen und so einen Berg aus Bedeutung aufzuhäufen. Die Mitschüler werden zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, die sich mit zunehmendem Fanatismus ihrer Mission widmet. Als ihr monströser Plan, der immer drastischere Opfer verlangt, auffliegt, kommt es zu einem Medienrummel und einer landesweiten Diskussion um Sinn und Unsinn ihres Tuns. Nur Pierre Anthon bleibt von alldem unbeeindruckt – und die Klasse rächt sich an ihm … Die Hauptfigur in Janne Tellers Roman ist Agnes, die rückblickend die Ereignisse dieses Schuljahres schildert, das alle Beteiligten für immer verändern wird. Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und letztlich nicht weniger als den Sinn des Lebens.

Janne Teller

Janne Teller

Janne Teller wurde 1964 in Kopenhagen geboren. Ihre Mutter stammt aus Österreich und ihr Großvater väterlicherseits aus Norddeutschland. Nach Abschluss ihres Jurastudiums arbeitete sie für internationale Organisationen wie die EU und die UN, unter...

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DSE: 13.10.2011 Düsseldorfer Schauspielhaus (Regie: Marco Storman)