"Ich bin jetzt dreizehn. Wenn ich weiter meine Zeit verliere, was kann noch aus mir werden?", fragt 1873 in Paris die Exil-Russin Maria Baskirceva, eine junge Adlige, schön, talentiert und intelligent. 1884 stirbt Maria an Tuberkulose. Mit zwölf Jahren hatte sie begonnen, Tagebuch zu schreiben. Es spiegelt die Zerrissenheit zwischen den Erwartungen von außen und eigenen Wünschen. Wie sind die ganzen gesellschaftlichen Konventionen, die großen Bälle, die Salons und Soireen schon rein zeitlich zu bewältigen, wenn die Sehnsüchte etwas ganz anderem gelten, nämlich der Ambition zur großen Künstlerin - und berühmt zu werden? Habiagues poetisch-lyrischer Monolog komprimiert aus dem berühmten Tagebuch Bashkirtseffs die Notate der letzten zwei Jahre zu zwölf Bildern. Es ist die entscheidende Phase ihres Lebens, in der sich Marie mit ihrer Malerei erstmals einem breiten Publikum vorstellt, aber auch um den nahen Tod weiß.
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