MACHT NICHTS

Eine kleine Trilogie des Todes
Besetzung variabel, mind. 1D - 1H

"Das Motiv, das die drei Teile dieses Tripytchons verbindet, ist die Macht, die alle an ihr Beteiligten verschlingt und zu ohnmächtigen Objekten verwandelt, und die Kunst dieses Abends besteht darin, dass man in jedem Moment diese Macht und ihre Wirkung spürt, ohne dass man sie fassen könnte." (Berliner Zeitung) In Erlkönigin spricht eine tote Schauspielerin. Im Zweiten Weltkrieg hat sie die Macht erfahren, sie durfte mit- und vorspielen, durfte diese Macht über ihr Publikum ausüben, auch als der Krieg beendet war. Der Tod und das Mädchen ist ein Zwischenspiel, der Dialog eines Jägers mit Schneewittchen, das auf der Suche nach dem Wahren, Guten und Schönen vom Jäger ungnädig erschossen wird. Der Wanderer ist der Schlussmonolog eines Opfers, das nie eins sein wollte, eines geisteskranken Mannes, der nichts als wandern kann. "Vier Menschen, die nicht ganz bei sich sind, nicht bei Trost, weil untröstbar. Unheimlich geworden, weil sie nicht mehr heimisch sind. Weil unsere Welt lebenstüchtiger Pragmatiker sich längst hinweggedreht hat über die Vergangenheitsgespenster. Dennoch sind sie da. Hier und jetzt." (Basler Zeitung) Für MACHT NICHTS wurde Jelinek 2002 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet.

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek (*1946, aufgewachsen in Wien) erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und...

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U: 11.04.2001 Schauspielhaus Zürich (R: Jossi Wieler)

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