Politisch korrekt handeln, als guter Mensch für andere sorgen – das kann so einfach sein. Schon 20 Euro im Monat geben einem Kind in den Slums Südamerikas eine Chance im Leben. Wehe nur, der Slum rückt einem plötzlich auf die Pelle. Genau das erleben Mia und Karl Tremmel, die auf Drängen ihrer Tochter Louisa an deren achtem Geburtstag die Patenschaft für den kleinen Louis übernommen hatten. Der ist jetzt wie Louisa 18, steht plötzlich vor der Tür und bringt eine ungewohnt frische Brise in das gemütliche Leben der gut situierten Familie. Louisa verliebt sich Hals über Kopf in den unkonventionellen Besucher und zeigt dafür ihrem langweiligen Freund Theo die kalte Schulter. Auch Mia Tremmel fühlt sich von der neuen, exotisch inspirierten Stimmung im Haus angenehm angeregt. Lediglich Karl Tremmel ist der neue Mitbewohner mit seinen ebenso phantasievollen wie abenteuerlichen Erlebnisberichten nicht geheuer. Im Hobbykeller geht er auf sichere Distanz. Er schmiedet Pläne, den ungebetenen Gast wieder loszuwerden, stattet das Haus mit Überwachungskameras aus und spielt so im Privaten schon einmal durch, was öffentlich bald Realität werden könnte.
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David Gieselmann, 1972 in Köln geboren, studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und inszenierte zu der Zeit erste eigene Stücke (u.a. Ernst in Bern) in der freien Theaterszene Berlins. 1999 war er zur...
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