Kollaps

2D / 3H

Was würden Sie machen, wenn morgen die Welt untergeht? Welchen unerfüllten Traum wollen Sie kurz vor knapp noch verwirklichen? Welche Tat vollbringen, bevor es zu spät ist? Welche Aussage muss unbedingt noch zu Gehör gebracht werden?
Auch in seinem jüngsten Stück nutzt Philipp Löhle eine denkbar einfache Frage als Ausgangspunkt für eine komplexe, intelligente und unterhaltsame Bestandsaufnahme unserer Gesellschaft. Dabei müssen sich die Figuren – in ihrer lakonischen Normalität eher ungeeignet für Katastrophenszenarien – plötzlich mit den Abgründen auseinandersetzen, die sich unter einer dünnen Zivilisationsschicht und in ihnen selbst auftun. Und die größte Ungeheuerlichkeit ist eigentlich, dass wir zwar wunschlos, aber trotzdem nicht glücklich sind.
«Löhle interessiert keineswegs der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung – sondern die Frage nach dem Sinn von allem. Was werden wir noch tun, wenn wir nichts mehr tun können? Diesen Moment vor dem Untergang beschreibt der Autor sehr präzise.» (SWR) «Es gibt Wortwitz und schlagfertige Dialogscharmützel, vor dem Hintergrund des Kollapses wuseln die Individuen mit ihren kleinen Riesenproblemen herum, was ausgesprochen erheiternd ist.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung) «Erzählstrang und Spielhandlung sind deutlich unterschieden, zisiliert ist das Komödiantische herausgearbeitet, und die Atmosphäre von Bedrohlichkeit und Möglichkeit spannt sich über einen doppelten Boden.» (Wiesbadener Kurier)

Philipp Löhle

Philipp Löhle

Geboren 1978 in Ravensburg. Studium der Geschichte, Theater- und Medienwissenschaft und deutschen Literatur in Erlangen und Rom. Erste Theaterstücke entstanden noch während des Studiums. Außerdem journalistische und filmische Arbeiten (Kurzfilme,...

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U: 12.04.2015 Hessisches Staatstheater Wiesbaden (Regie: Jan Philipp Gloger)