Es bringen

Luis ist 16 und kein schmächtiger Zauderer, kein pickliger Pubertierender: Er ist ein Bringer. Er ist der Trainer und er ist die Mannschaft, das ist sein Motto, und er trainiert jeden Tag. Gerade erst hat er die Höhenangst besiegt, nach jahrelangem Üben auf dem Balkon seiner Siedlungswohnung – 15. Stock, nichts für Anfänger.
Bei den Mädchen gibt’s nichts mehr zu trainieren, bei den Fickwetten, die er mit den Jungs seiner Gang abschließt, gewinnt er fast immer. Luis hat sein Leben also fest im Griff: Mit seiner Mutter versteht er sich blind, sein bester Freund Milan ist der Chef der Gang, und vom Saufritual am Wochenende bis zur streng reglementierten Eröffnung der Freibadsaison verläuft alles exakt nach Plan. Bis ­eines Tages aus Milan und Luis’ Mutter ein Paar wird und Luis jede Kontrolle über sein Leben verliert. Es bedarf der Entführung eines gar nicht so minderbemittelten Sportlehrers, des Begräbnisses eines alten Freundes und der Hilfe eines ziemlich klapprigen Ponys, damit Luis wieder ins Gleichgewicht findet: «Die Angst vor der Höhe weicht aus und macht Platz. Für was Neues, ich weiß noch nicht was.»

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U: 02.10.2015 Düsseldorfer Schauspielhaus (Regie: Karsten Dahlem)

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Es bringen bei Kipenheuer und Witsch