Ein Sportstück

Besetzung variabel, mindestens 5 Darsteller/innen

Jelinek benutzt das Massenphänomen Sport als Metapher für alle übersteigerten Anstrengungen, die wir Menschen in den kapitalstarken Industrienationen unternehmen, um schön, stark und "in" zu bleiben - und sei es nur zu Hause vor dem Bildschirm. Fitness- und Körperkult sowie die Idolisierung der Sportler als moderne Helden werden festgemacht an Andi, einem Bauernburschen und untoten Bodybuilder, der seinem Vor-bild Arnold Schwarzenegger nachgeeifert und sich mit Anabolika zerstört hat. Zugleich erscheint die Autorin selbst als "Nestbeschmutzerin", "undifferenzierte, alternde Moralistin" und Spielverderberin. Was als Ertüchtigungsritual beginnt, endet als nationale Hetze im (Kriegs-)Rausch.

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek (*1946, aufgewachsen in Wien) erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und...

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U: 23.1.1998 Burgtheater Wien (R: Einar Schleef)

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