Dummweg, das Hermelin

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Fräulein Stefan ist allein. Die Stahl ist wieder mal nicht da. Und Dummweg, das Hermelin, hält die Wohnung besetzt, eine Wohnung, die sich ständig zu verändern scheint. Laederach lässt in diesem Monolog sämtliche Sicherheiten über Raum, Alter und Zeit verschwinden. Ist es eine Figur, die spricht, und ist es wirklich eine Frau? Räume scheinen sich zu weiten und zu verengen. Eine verwirrte Person spricht klarsichtig von den Nöten des Körpers, der überfallen wird und wider Willen Lust verspürt. Es sind Visionen einer schusseligen Seherin, die Erlebnisse verarbeitet, von denen sie kaum reden kann.

Jürg Laederach

Jürg Laederach

Jürg Laederach (*1945 in Basel) hat Mathematik und Physik in Zürich studiert, anschließend in Basel Romanistik, Anglistik und Musikwissenschaft. Seit 1974 veröffentlichte er Romane, Erzählungen und Essays, darunter Im Verlauf einer langen Erinnerung ...

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U: 23.4.1983 Theaterkollektiv Studio am Montag, Bern (R: Norbert Klassen) U unter dem Titel Die Sekretärin und das Tier. Plötzlich: 28.5.1985 Münchner Theaterfestival (R: Erik Adler)
U unter dem Titel Fräulein Stefan 29.03.1996 Hamburger Kammerspiele (R: Ulrich Waller)