Du (Normen)

3D / 4H

Ist der homo oeconomicus die Krone der Schöpfung? In der Evolution gibt es keine Moral, sondern nur Gewinner und Verlierer. Wie im Zeitraffer ziehen die ersten 200 000 Jahre des Menschen am Anfang des Stücks an uns vorbei, von der Ursuppe über die Französische Revolution bis in eine Flugzeugtoilette hoch über dem Atlantik. Dort wird Normen gezeugt. Seine Mutter, eine Stewardess. Sein Vater, eine Zufallsbekanntschaft. Kindheit und Jugend verlaufen normal. Während des Studiums übt er bereits, die Menschen in seiner näheren Umgebung zu seinem eigenen Nutzen einzuspannen. Später lässt er in fernen Ländern andere für sich arbeiten und wird erfolgreicher Unternehmer. Er zieht ein Geschäft mit Billigklamotten auf, spekuliert mit Lebensmitteln, schaltet Widersacher aus und gründet eine Familie. Je rücksichtsloser er sich verhält, umso besser laufen die Geschäfte. Und rein gar nichts scheint dem skrupellosen Geschäftsmann Normen etwas anhaben zu können. Gebannt verfolgen wir den Aufstieg dieses eigentlich eher durchschnittlich Begabten und wissen, dass irgendwann der Absturz folgen muss. Oder?

Philipp Löhle

Philipp Löhle

Geboren 1978 in Ravensburg. Studium der Geschichte, Theater- und Medienwissenschaft und deutschen Literatur in Erlangen und Rom. Erste Theaterstücke entstanden noch während des Studiums. Außerdem journalistische und filmische Arbeiten (Kurzfilme,...

alle Stücke von Philipp Löhle

Textbuch anfordern

Bitte melden Sie sich an. Wenn Sie noch keine Zugangsberechtigung haben, können Sie sich hier registrieren.

U: 01.06.2013 Nationaltheater Mannheim (Regie: Katrin Lindner)