Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Als Rosalinda, Matriarchin, Tatarin und von keinerlei Selbstzweifeln geplagt, erfährt, dass
ihre Tochter Sulfia schwanger ist, zögert sie keine Sekunde: Ein unehelicher Balg kommt ihr nicht ins Haus, egal, was die ohnehin stets nachgiebige Sulfia dazu sagt. Doch die erzwungene Abtreibung misslingt: Aminat kommt zur Welt und wird unerwarteterweise zum Ein und Alles ihrer Großmutter. Rosalinda, ihrer eigenen Ansicht nach viel zu jung und schön, um Oma zu sein, kommt ihren Großmutterpflichten nach, wie sie alles anpackt: resolut, zielstrebig und vollkommen rücksichtslos. Schließlich weiß sie, was für alle das Beste ist. Kein Schicksalsschlag ist zu schwer, um überwunden und zum eigenen Vorteil verwendet zu werden: Nach dem Zerfall der Sowjetunion nutzt Rosalinda das auffällige Interesse des Deutschen Dieter an der kleinen Aminat aus, um die Ausreise der drei Frauen zu organisieren. Auch in der neuen Heimat behält Rosalinda die Fäden fest in der Hand, bis sie feststellen muss, dass ausgerechnet ihr Augenstern Aminat ihr ebenbürtig ist – und sich
von ihr abwendet.

Alina Bronsky

Alina Bronsky

Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, wuchs auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und in Südhessen auf. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin und Redakteurin. Sie lebt bei Frankfurt. Ihr Debütroman...

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U: 16.06.2016 Theater Augsburg (Regie: Pascal Wieandt)